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Weiterer EHEC-Fall in Sachsen - Keine Keime auf Sprossen-Probe gefunden

Weiterer EHEC-Fall in Sachsen - Keine Keime auf Sprossen-Probe gefunden

In Sachsen hat sich die Zahl der registrierten EHEC-Fälle mit nicht so schwerem Verlauf um einen auf 17 erhöht. Dazu gibt es die bekannten drei HUS-Fälle, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Dresden mitteilte.

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EHEC-Krise: Nicht nur bei deutschen Bauern liegen die Nerven blank, weil sie auf ihrer Ware sitzen bleiben.

Quelle: dpa

HUS ist die Abkürzung für hämolytisch-urämisches Syndrom, eine schwere Verlaufsform der Darminfektion. Dabei kann es vor allem zu schweren, lebensbedrohlichen Nierenschäden kommen. Ministerin Christine Clauß (CDU) sprach von Anhaltspunkten für einen bundesweiten leichten Rückgang der Erkrankungen.

Unterdessen stellte sich heraus, dass die von einem Hamburger EHEC-Patienten bei den Behörden abgegebene Sprossen-Probe keine EHEC-Keime aufweist. Das sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag. Der 42-jährige Hamburger hatte das Sprossengemüse des betroffenen gesperrten Hofs in Niedersachsen im Kühlschrank vergessen. Die mehrere Wochen alte Packung hätte den Behörden dabei helfen können, die Infektionsquelle zweifelsfrei nachzuweisen. Erste Laborproben von Sprossengemüse von dem betroffenen Hof in Bienenbüttel waren am Montag ebenfalls negativ ausgefallen.

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Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (links) beim Besuch im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

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Sachsens Gemüsebauern hoffen derweil auf eine schnelle Entschädigung für die Verluste, die ihnen seit dem massiven Auftreten des Darmkeims EHEC entstanden sind. Einige Betriebe in Sachsen hätten Umsatzeinbrüche von bis zu 75 Prozent zu verkraften, sagte der Geschäftsführer des Gartenbauverbandes Sachsen, Eberhard Haag, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Dresden.

„Zudem müsste es endlich eine offizielle Entwarnung geben, nachdem die bisherigen Untersuchungen deutschen Gemüses keine Ergebnisse gebracht haben." Alle Analysen - sowohl die des Gesundheitsministeriums als auch die der Gärtner - belegten, dass Gemüse aus Sachsen „sauber" sei.

„Am Rande der Liquidität ist zwar noch keiner der zwölf betroffenen Großbetriebe", sagte Haag und berichtete, dass die Schäden derzeit erfasst würden. „Aber die Kaufzurückhaltung geht weiter." Jetzt seien es nicht mehr nur Gurken, Tomaten, Salat und Sprossen, inzwischen misstrauten etliche Kunden sogar den Kräutern.

Lediglich in Hofläden oder auf Wochenmärkten laufe das Geschäft besser. „Aber das sind nicht die Größenordnungen, die die Betriebe zur Sicherung ihrer Liquidität benötigen", sagte Haag. Je nach deren Größe bewegten sich die Umsatzeinbußen zwischen 10.000 und 100.000 Euro. In Sachsen gibt es laut Haag 40 Betriebe, die allein auf den Anbau von Gemüse spezialisiert sind.

Die Politik müsse schnellstens handeln, verlangte Haag. Wenn die EU wie erhofft Ausgleichszahlungen beschließe, müsse das umgehend in nationales Recht umgesetzt werden. Zwar könnten die Gemüsebauern auf zinsvergünstigte Darlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank zurückgreifen, „das wird aber wenig angenommen, weil die Darlehen plus Zinsen ja zurückgezahlt werden müssen".

Die EU-Kommission reagierte am Nachmittag und schlägt wegen der EHEC-Krise Entschädigungen in Höhe von 150 Millionen Euro für die Gemüsebauern Europas wegen ihrer Einnahmeausfälle vor. Das sagte EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos am Dienstag bei einem Sondertreffen der Agrarminister in Luxemburg.

dpa

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