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Viele Feinstaub-Überschreitungen in Sachsen - künftig drohen Strafen

Viele Feinstaub-Überschreitungen in Sachsen - künftig drohen Strafen

Feinstaub und Stickstoffdioxid haben auch in diesem Jahr in Sachsens Großstädten für dicke Luft gesorgt. „Wir hatten bereits erstaunlich viele Überschreitungen“, sagte Mathias Böttger vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) der Nachrichtenagentur dpa am Freitag.

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Feinstaub und Stickstoffdioxid haben auch in diesem Jahr in Sachsens Großstädten für dicke Luft gesorgt.

Quelle: dpa

Allein bis Ende Mai wurde in Leipzig (Lützner Straße) der zulässige Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an 48 Tagen überschritten, erlaubt sind Überschreitungen nur an höchstens 35 Tagen. An der Messstation Dresden (Bergstraße) wurde an 29 Tagen eine erhöhte Belastung gemessen, ebenso in Görlitz.

Von Sonntag (12. Juni) kann die EU-Kommission Sanktionen verhängen, wenn der vorgegebene Wert von 50 Mikrogramm an mehr als 35 Tagen überschritten wird. Umweltverbände begrüßten das „Ende der Schonzeit“, die Deutsche Umwelthilfe kündigte an, Klagen gegen Kommunen mit Grenzwertüberschreitungen einzureichen. „Es ist gut möglich, dass etwa in Dresden eine Klage angestrengt wird“, sagte eine Sprecherin.

Schätzungen zufolge könnten Bußgelder von 100 000 Euro und mehr auf die Länder zukommen. Daher sind die betroffenen Gebiete darauf bedacht, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. „Mit Umweltzonen, aber vor allem auch durch geschickte Verkehrsplanung“, sagte Böttger. Mit intelligenter Ampelschaltung oder Verlagerung des innerstädtischen Verkehrs auf Umgehungsstraßen könnte ein großer Teil des gesundheitsschädlichen Feinstaubs in den Innenstädten reduziert werden.

Nach Angaben des LfULG ist in diesem Jahr vor allem der strenge Winter schuld an der dicken Luft in Sachsen. Zudem habe der Ostwind im Winter verstärkt Feinstaub aus den Kohlen- und Industriegebieten der Slowakei, Tschechien und Polen herübergeweht.

Die Luftqualität wird im Freistaat an 31 Messstationen überwacht. Die dort gemessenen Werte geben Auskunft über die Ozonkonzentration und die Belastung durch Feinstaub und andere Schadstoffe.

dpa

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