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Studie: Schlafstörungen erhöhen Schlaganfall-Risiko

Wissenschaft Studie: Schlafstörungen erhöhen Schlaganfall-Risiko

Schlafstörungen und Schlaganfälle bilden oft ein Gespann. Forscher sehen deshalb die Notwendigkeit, Schlafstörungen besser auf den Grund zu gehen - und sie geben Hinweise für besseren Schlaf.

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Wissenschaftler haben Hinweise darauf gefunden, das Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, zu viel Schlaf und Atemaussetzer das Schlaganfallrisiko erhöhen.

Quelle: Malte Christians

Essen. Neurologen haben wachsende Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Schlaganfall. "Wir wissen seit ein paar Jahren, dass Schlafstörungen ein Risikofaktor für Schlaganfälle sind", sagt der Neurologe Prof. Dirk Hermann von der Universitätsklinik Essen.

Zusammen mit einem Schweizer Kollegen hat Hermann nun eine Übersichtsstudie im Fachjournal "Neurology" (Onlineausgabe) veröffentlicht. Diese zeigt deutlich, dass Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, zu viel Schlaf und Atemaussetzer das Schlaganfallrisiko erhöhen. Auch die Erholung nach Schlaganfällen werde behindert.

"Obwohl Schlafstörungen nach einem Schlaganfall häufig vorkommen, werden nur sehr wenige Schlaganfall-Patienten auf diese getestet", sagte Hermann. "Die Ergebnisse unserer Übersichtsstudie zeigen, dass sich dies ändern sollte." So könne bei Schlafstörungen eher ein weiterer Schlaganfall folgen. Nach Schlaganfällen brauche das Gehirn zudem ausreichend Schlaf, um Nervenzellkontakte neu auszubilden. Die Neurologen fordern vor allem, Schlafstörungen zu ergründen und zu behandeln. Das werde bisher zu wenig gemacht.

Um Schlafaussetzer zu vermeiden, raten die Forscher zu speziellen Atemmasken, die einen Kollaps der Atemwege verhindern. Dadurch würden Atemaussetzer vermieden. Medikamentös könnten bei Schlafstörungen niedrigdosierte Antidepressiva helfen. Hier seien aber Fachärzte gefragt. Zu viele Tabletten seien insgesamt schädlich. Eine unkontrollierte Einnahme von Schlafmitteln könne abhängig machen, warnt Hermann.

Nützlich für gesunden Schlaf sind auch der Verzicht am Abend auf Koffein, Alkohol, schweres Essen und exzessiven Sport. Schlafprobleme in der Nacht sollten auch nicht durch einen Mittagsschlaf ausglichen werden. Lesen sollte im Bett auch nur, wer leicht einschläft.

Schlafprobleme sind weit verbreitet. Bei Patienten nach Schlaganfall kommen sie besonders häufig vor. Der Leiter des Schlafzentrums in der Hephata-Klinik in Schwalmstadt-Treysa, Prof. Geert Mayer, schreibt im Fachblatt "Der Nervenarzt" (6/2016), dass schlafbezogene Atmungsstörtungen häufig unerkannt Schlaganfällen vorausgehen. "Sie können einer von mehreren Risikofaktoren für den Schlaganfall

 

sein oder erst während des akuten Schlaganfalls auftreten."

dpa

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