Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Studie: Schimpansen in Westafrika werfen Steine gegen Bäume

Tiere Studie: Schimpansen in Westafrika werfen Steine gegen Bäume

Max-Planck-Forscher berichten in einer neuen Studie erstmals von Schimpansen, die Steine gegen Bäume werfen. Warum tun die Affen das?

Voriger Artikel
Britische Ebola-Patientin zum dritten Mal entlassen
Nächster Artikel
Wann lohnt die Impfung? Debatte um gefährliche Meningokokken B

Im Gegensatz zu anderer Werkzeugnutzung hängt das Verhalten wohl nicht mit der Nahrungssuche zusammen.

Quelle: MPI-EVA PanAf/Chimbo Foundation

Leipzig. Forscher haben bei Schimpansen eine bisher völlig unbekannte Verhaltensweise entdeckt. In einigen Gegenden Westafrikas häufen die Affen Steine an und werfen diese immer wieder gegen Bäume.

Das berichten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (Leipzig) in den "Scientific Reports".

Aus der Forschung über unsere nächsten lebenden Verwandten erhoffen sich die Wissenschaftler auch Erkenntnisse darüber, wie sich beim Menschen Verhaltensunterschiede herausgebildet haben.

Warum die Affen zu den Steinen greifen, sei noch unklar. Denkbar sei, dass es eine Abwandlung des von allen Schimpansen-Populationen bekannten Trommelns mit Händen und Füßen gegen Baumwurzeln sei, sagte Wissenschaftler Hjalmar Kühl. Das diene der Kommunikation und sei zudem ein typisches Verhalten erwachsener männlicher Schimpansen - sie wollten damit zeigen, wer sie sind.

Auffällig sei außerdem die Ähnlichkeit der Steinhaufen zu von Menschen geschaffenen rituellen Stätten. "Man könnte hier nach Parallelen fragen", sagte Kühl. In jedem Fall seien noch weitere Forschungen nötig, um das Verhalten der Affen zu enträtseln. Es wurde etwa in Liberia und Guinea beobachtet.

Im Gegensatz zu anderer Werkzeugnutzung hängt das Verhalten den Forschern zufolge nicht mit der Nahrungssuche zusammen.

Die Steinwürfe wurden im Rahmen Pan-African-Programms gefilmt, das die Max-Planck-Forscher seit 2010 betreiben. Es unterscheidet sich von anderen, seit Jahrzehnten laufenden Langzeitbeobachtungen einzelner Schimpansen-Populationen. In dem Programm erheben die Forscher laut Kühl ein Jahr lang standardisiert Daten und vergleichen sie miteinander. An 40 Orten soll bis 2018 so geforscht werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • DNN Job
    DNN Job

    Mit DNN-Job.de finden Sie Ihren Traumberuf. mehr

  • DNN Immo
    DNN Immo

    Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr