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Stellenabbau trifft Sachsens Universitäten unterschiedlich – Dresden entgeht dem Rotstift

Stellenabbau trifft Sachsens Universitäten unterschiedlich – Dresden entgeht dem Rotstift

Die Sparvorgaben für Sachsens Hochschulen treffen die Einrichtungen mit extrem unterschiedlicher Härte. Während die TU Dresden gar keine Stellen streichen und die Leipziger Universität ganze Institute schließen muss, kürzt die TU Chemnitz ausschließlich beim nichtwissenschaftlichen Personal.

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Die Technische Universität Dresden

Quelle: Franziska Schmieder

Die TU Bergakademie in Freiberg setzt den Rotstift ausgewogen an - nicht jedoch bei Professoren. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.  

Landesweit sollen 1042 Stellen bis 2020 wegfallen - so hat es der sächsische Landtag im Jahr 2010 beschlossen. Inzwischen haben die Hochschulen entschieden, wo gekürzt wird. Bis Ende Januar mussten sie dies dem Wissenschaftsministerium mitteilen.  

Leipzig

Die Leipziger Uni muss drei Jahre lang je 24 Stellen sparen und gibt traditionsreiche Institute auf. Neben der Pharmazie sollen die Theaterwissenschaften und die Archäologie aus Leipzig verschwinden. Die Theater-Szene reagierte darauf mit einer Protestwelle, der Deutsche Archäologenverband hat eine Internet-Petition gegen die Pläne gestartet. Bislang kamen knapp 8000 Unterschriften zusammen.  

„Die Proteste sind nachvollziehbar“, sagte Uni-Sprecher Carsten Heckmann. „Uns ist bewusst, dass es ein schmerzhafter Prozess ist. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen müssen wir aber komplette Einheiten schließen.“ Die politischen Vorgaben würden den Entscheidungsspielraum beträchtlich einengen. Und betriebsbedingte Kündigungen wolle man unbedingt vermeiden.  

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Studenten und Journalisten verfolgen mit großem Interesse die am Freitag einberufene Pressekonferenz des Instituts für Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig. Direktor Günther Heeg übte dabei Kritik an den Streichplänen.

Zur Bildergalerie

Abwenden ließe sich dieser dramatische Schnitt nur in Dresden, meinen die Leipziger. Die Frage sei, ob der Landtagsbeschluss von 2010 nicht revidiert werden könne. Die Prognosen, die ihm zugrunde lagen, seien längst überholt. So sei die Studentenzahl in Sachsen um 40 Prozent höher als damals prognostiziert.  

Chemnitz und Freiberg

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Luftbild vom Campus der TU Chemnitz.

Quelle: TU Chemnitz Wolfgang Thieme

Die TU Chemnitz muss in diesem und im kommendem Jahr je 14 Stellen einsparen. „An den Fakultäten wird nicht in die Bereiche eingegriffen, wo Lehre und Forschung in Gefahr geraten“, sagte TU-Sprecher Mario Steinebach. Für 2014 und 2015 werde ausschließlich beim nichtwissenschaftlichen Personal gekürzt.  

Die TU Bergakademie in Freiberg muss bis Ende 2015 insgesamt 19 Stellen streichen. Professorenstellen seien nicht dabei, sagte Sprecherin Madlen Domaschke. „Bei uns ist es zum Glück auch nicht so drastisch wie in Leipzig. Wir müssen keine Lehrstühle und Institute schließen.“ Ob in der Verwaltung oder an den Fakultäten - der Stellenabbau sei ausgewogen und es sei niemand besonders stark betroffen. Bei weiteren Stellenkürzungen könne dann aber die Qualität an der Bergakademie nicht mehr gewährleistet werden. Domaschke: „Mit Ach und Krach können wir jetzt noch das Profil aufrechterhalten.“  

Dresden und Zittau

Die „Exzellenz-Uni“ TU Dresden und das Internationale Hochschulinstitut Zittau müssen den Rotstift derzeit nicht ansetzen. Bis 2015 sind auch alle Kunst- und Musikhochschulen von Stellenkürzungen ausgenommen. Der finanzielle Durchschnittswert, der sich hinter einer Stelle verbirgt, beträgt nach Angaben des Wissenschaftsministeriums derzeit 61.000 Euro.  

Laut Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen stiegen die Ausgaben für Lehre und Forschung in Sachsen von 2011 auf 2012 um 2,5 Prozent (56,8 Millionen Euro) auf 2284,4 Millionen Euro. An Einnahmen wurde 1240,4 Millionen Euro erwirtschaftet (ohne Einnahmen vom Träger), das sind 34,1 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.

dpa/fs

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