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Sächsisches Kabinett verabschiedet Hochschulentwicklungsplan bis 2020

Sächsisches Kabinett verabschiedet Hochschulentwicklungsplan bis 2020

Ungeachtet der heftigen Kritik von Opposition und Studierenden hat Sachsens Kabinett am Dienstag den Hochschulentwicklungsplan bis 2020 verabschiedet. Er steckt angesichts sinkender Studentenzahlen die Ziele für eine bessere Abstimmung des Fächerangebotes, wie Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) sagte.

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Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos)

Quelle: dpa

Die Hochschulen selbst müssten jetzt konkrete Vorschläge zur Schärfung ihres eigenen Profils unterbreiten. Zeitvorgaben macht der Plan nicht. „Das ist ein fortlaufender Prozess", sagte die Ministerin.

Mit Augenmaß seien einige Strukturentscheidungen getroffen worden, sagte Schorlemer zu den schon bekannten Plänen. So soll etwa das Internationale Hochschulinstitut Zittau einer Universität angeschlossen werden. Zum konkreten Standort sagte die Ministerin wegen laufender Gespräche nichts. In Chemnitz werde ab 2013 wieder eine Ausbildung für Grundschullehrer angeboten. Der Plan hält auch an der Schließung von zwei Hochschulaußenstellen fest. Betroffen sind Reichenbach (Vogtland) und Roßwein (Mittelsachsen). Der Grund: Zu geringe Studentenzahlen.

„Wir können vor der demografischen Entwicklung nicht die Augen verschließen", sagte die Ministerin und verwies zudem auf sinkende Einnahmen des Landes. Die Studentenzahlen gingen weiter zurück, daran änderten auch doppelte Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht nichts. An der bereits beschlossenen, schon einmal verschobenen Streichung von 300 Stellen an den Hochschulen werde festgehalten. Ab 2013 sollen drei Jahre lang je 100 Stellen wegfallen - das entspricht der Ministerin zufolge maximal 3,5 Prozent der Stellen.

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"Eine bittere Pille". Das Institut für Pharmazie in Leipzig soll geschlossen werden.

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Das Kabinett gab am Dienstag zudem die Novelle des Hochschulgesetzes zur Anhörung frei, das den Einrichtungen unter anderem mehr Freiheit bei der Besetzung von Stellen und bei der Beteiligung an Unternehmen bieten werde. Langzeitstudenten sollen Studiengebühren abverlangt werden können.

dpa

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