Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Rote Liste: Borneo-Orang-Utans stehen kurz vor dem Aussterben

Tiere Rote Liste: Borneo-Orang-Utans stehen kurz vor dem Aussterben

Palmölplantagen und Überfischung: Der Einfluss des Menschen bringt viele Tierarten an den Rand des Aussterbens. Die Weltnaturschutzunion sorgt sich um das Schicksal von Orang-Utans, Wal- und Hammerhaien

Voriger Artikel
Rote Liste: Borneo-Orang-Utans sind kurz vor dem Aussterben
Nächster Artikel
Roboter-Rochen glänzt mit Gold-Skelett und Rattenherz-Zellen

Walhaie (Rhincodon typus) gelten aufgrund stark schwindender Bestände als stark gefährdet. Er ist mit fast 14 Metern Länge der größte Fisch der Welt.

Quelle: IUCN/Simon Pierce

Gland/Schweiz. Borneo-Orang-Utans stehen nach Einschätzung der Weltnaturschutzunion (IUCN) am Rand der Ausrottung. Die Organisation mit Sitz im Schweizerischen Gland stufte die Menschenaffen auf ihrer Roten Liste als "vom Aussterben bedroht" ein.

Das ist die höchste Gefährdungsstufe. Walhaie und Flügelkopf-Hammerhaie gelten aufgrund stark schwindender Bestände als "stark gefährdet". "Es ist alarmierend zu sehen, wie diese symbolhaften Tierarten dem Aussterben entgegen gehen", erklärte Jane Smart, Direktorin des IUCN-Artenprogramms.

Der Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus) - neben dem Sumatra-Orang-Utan die zweite Art dieser Menschenaffen - sei nur noch "einen Schritt vom Artentod entfernt", betonte die IUCN. Wälder, in denen die Tiere leben, würden oft abgeholzt und zu Plantagen für Palmöl, Kautschuk oder Papier umgewandelt. Die Affen würden auch direkt von Menschen gejagt. "Da Orang-Utans aus ihren Lebensräumen gedrängt werden und sich nur langsam fortpflanzen, können die enormen Verluste nur sehr schwierig rückgängig gemacht werden", warnte IUCN-Primatenspezialist Erik Meijaard.

Der Walhai (Rhincodon typus), mit fast 14 Metern Länge der größte Fisch der Welt, und der Flügelkopf-Hammerhai (Eusphyra blochii) seien besonders durch Überfischung bedroht. Zudem kämen Walhaie oft in Schiffpropellern um, klagt die IUCN. In den letzen 75 Jahren seien die Bestände der Art um mehr als die Hälfte geschrumpft.

Der internationale Handel mit gefährdeten Haien sei zwar durch Abkommen reguliert, Regierungen müssten aber mehr tun, um Haie auch auf nationaler Ebene zu schützen, fordert die IUCN. Schutzprogramme haben demnach dazu geführt, dass Walhaie in den Gewässern um die Philippinen, Indien und Taiwan nicht mehr im großen Stil gefangen würden. In Südchina und bei Oman sei die Situation aber anders. Da Walhaie sich oft in der Nähe von Thunfischen aufhielten, fielen sie häufig Fischern zum Opfer.

Bei einem Kongress in Hawaii will die IUCN Anfang September unter anderem erörtern, wie Regierungen die Fischerei und die sich ausbreitenden Palmölplantagen besser unter Kontrolle bringen können.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • DNN Job
    DNN Job

    Mit DNN-Job.de finden Sie Ihren Traumberuf. mehr

  • DNN Immo
    DNN Immo

    Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr