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Korallenmeer birgt einzigartiges Leben

Wissenschaft Korallenmeer birgt einzigartiges Leben

Bizarre Kreaturen in immer neuen Gemeinschaften: Ein Tauchgang in die Tiefsee wirkt wie eine Reise in ferne Welten. Wie vielfältig das Leben dort ist, zeigen Aufnahmen eines Tauchroboters.

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Ein Nautilus frisst einen toten Fisch am Osprey Reef.

Quelle: MARUM Universität Bremen/LMU München/dpa

Sydney/München (dpa) - Schwarz, rot, gold: Vielfältige Korallen hat ein deutsch-australisches Forscherteam mit einem Tauchroboter vor der Nordostküste Australiens aufgespürt.

Schwarze Korallen in bis zu 450 Metern Tiefe zählten dazu, noch weiter unten wuchsen goldglänzende Chrysogorgia- und rote Edelkorallen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Marine Biodiversity". Entdeckt wurden auch viele sogenannte lebende Fossilien, die schon seit Millionen Jahren existieren.

Das Team um Gert Wörheide von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hatten 2009 Vorriff-Bereiche am Osprey Reef östlich des Great Barrier Reef vor Queensland in Wassertiefen von 92 bis fast 800 Metern erforscht. Dabei kam ein mit mehreren Kameras und einem Greifarm ausgestatteter ferngesteuerter Tauchroboter zum Einsatz. Im Fachjournal berichten die Wissenschaftler nun von der immensen Vielfalt in den Tiefen des Korallenmeeres und mehreren neu entdeckten Arten.

Seit etwa 40 Millionen Jahren sei das Plateau, dessen Boden heute in etwa 1000 Meter Tiefe liegt, permanent von Meer bedeckt, heißt es in einer LMU-Mitteilung zur Studie. "Das macht das Gebiet so interessant", erklärt Wörheide. "Das Ökosystem hat sich hier seit vielen Millionen Jahren kaum verändert, deshalb konnten Reliktfaunen und "lebende Fossilien" überdauern, die anderswo schon lange verschwunden sind." Dazu zählten gestielte Seelilien und Glasschwämme, aber auch Armfüßer und der Nautilus, ein urzeitlicher Kopffüßer.

Das Osprey Reef erhebt sich im Korallenmeer vom Meeresboden rund 1500 Meter steil in die Höhe, bis es die Wasseroberfläche erreicht. Das Riff ist reich an Fischen und farbenprächtigen Korallengärten.

dpa

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