Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Experten: Schlechtes Jahr für den Uhu-Nachwuchs

Tiere Experten: Schlechtes Jahr für den Uhu-Nachwuchs

Beim Uhu gibt es nach dem nasskalten Frühling weniger Nachwuchs. Eier wurden nicht ausgebrütet, Jungtiere sind verhungert. Der Uhu-Bestand ist durch das schlechte Brutjahr aber nicht bedroht.

Voriger Artikel
Blindfisch: Seltene Welsart erstmals in den USA nachgewiesen
Nächster Artikel
Weltraumrekord für Indien: 20 Satelliten in einer Rakete

Uhus werden bis zu 70 Zentimeter groß und erreichen eine Flügelspannweite von knapp zwei Metern.

Quelle: Patrick Pleul

Bad Münstereifel. Bei den Uhus gibt es in diesem Frühjahr deutlich weniger Jungtiere. "Das Brutjahr ist wegen der Folgen des nasskalten Wetters dramatisch viel schlechter ausgefallen als im Vorjahr", sagt Stefan Brücher von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen in Bad Münstereifel.

In der rheinland-pfälzischen und nordrhein-westfälischen Eifel seien seit Mitte April lediglich 168 Jungvögel registriert worden. 2015 waren es dagegen rund 340 gewesen.

Hauptgrund sei die schlechte Nahrungssituation: Auf den völlig durchnässten Feldern und Äckern seien wenig Mäuse zu finden. Andere Beutetiere des Uhus und ebenfalls Mäusefresser wie junge Füchse, Mäusebussarde und andere Eulenarten seien als Nahrung weggebrochen. Die Altvögel hätten daher teils gar nicht mit der Brut begonnen oder konnten ihre Jungvögel nicht füttern. "Von den Jung-Uhus werden viele nicht überleben", sagt Brücher.

"Das Wetter hat allen Mäusefressern geschadet", sagt auch Biologin Dagmar Stiefel von der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. "Sie können einfach nicht genügend Nahrung ranschaffen."

"Es gibt gute und schlechte Jahre. Solange sich das regelmäßig abwechselt, ist das nicht das Problem." Bundesweit gibt es nach ihren Angaben zwischen 2100 und 2500 Uhu-Brutpaare.

Uhus sind die größte heimische Eulenart. Die Vögel werden bis zu 70 Zentimeter groß und erreichen eine Flügelspannweite von knapp zwei Metern. Brutplätze suchen die Tiere oft an Felswänden oder in Steinbrüchen, auch Gebäude in der Nähe von Mülldeponien oder Ruinen und Schutthalden sind beliebt. Wer live in ein Uhunest schauen möchte, kann dies im Internet auf der Seite www.EGEEULEN.de über eine Webcam tun.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissenschaft
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • DNN Job
    DNN Job

    Mit DNN-Job.de finden Sie Ihren Traumberuf. mehr

  • DNN Immo
    DNN Immo

    Neuer Partner und neue Wege für DNN-Immo! Wir kooperieren mit immonet.de mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr