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Brasilien: Schädelfehlbildungen bei Babys durch Zika-Virus

Gesundheit Brasilien: Schädelfehlbildungen bei Babys durch Zika-Virus

Über die plötzlich häufig festgestellten Fälle von Mikrozephalie im fünftgrößten Land der Welt wird viel spekuliert, nun glauben die Behörden die Ursache erkannt zu haben. Brachte ein Großereignis im vergangenen Jahr den Erreger nach Lateinamerika?

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Das Zika-Virus wird von der Stechmückenart Aedes aegypti übertragen.

Quelle: Gustavo Amador

Rio de Janeiro. Die jüngste Häufung von Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen in Brasilien ist nach Ansicht der örtlichen Gesundheitsbehörden auf das gefährliche Zika-Virus zurückzuführen.

Es bestehe eine Verbindung zwischen der Zika-Infektion und den Mikrozephalie-Fällen im Nordosten des Landes, teilte das Gesundheitsministerium Brasiliens mit. Das südamerikanische Land hatte zuletzt wegen der hohen Zahl der Fehlbildungen vor allem in dieser Region den Gesundheits-Notstand ausgerufen. In diesem Jahr wurden bereits fast 400 Fälle von Mikrozephalie gemeldet.

Im Blut und im Gewebe eines mit Mikrozephalie und anderen Missbildungen geborenen Babys sei das Zika-Virus festgestellt worden, hieß es in der Behördenmitteilung unter Berufung auf das brasilianische Forschungsinstitut Evandro Chagas. Das Kind stammt demnach aus dem nordöstlichen Bundesstaat Ceará.

Die Behörden warnten vor einer neuen Form der Infektion und riefen zum Kampf gegen das ursprünglich aus Afrika stammende Virus auf. Nach bisherigen Erkenntnissen wird die Infektion durch Moskitostiche übertragen. Im Falle der Mikrozephalie-Babys sollen sich die Mütter während der Schwangerschaft mit dem Virus infiziert haben.

Das Zika-Virus wird wie auch die Dengue- und Chikungunya-Viren von der Stechmückenart Aedes aegypti übertragen. Ursprünglich stammt der Zika-Erreger aus Uganda und spielte anderswo bisher kaum eine Rolle, nur vereinzelt in Afrika und Asien.

Zuletzt waren aber plötzlich vermehrt Fälle in Mittel- und Südamerika festgestellt worden. Brasilien wies die Gesundheitsämter nun an, besondere Vorbeuge-, Dokumentations- und Aufklärungsmaßnahmen zu treffen. Forscher im fünftgrößten Land der Welt vermuten, der Erreger sei womöglich durch Besucher der Fußball-WM 2014 in die Region gebracht worden.

dpa

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