Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Weitere Preisrunde für Busse und Bahnen angekündigt

Verkehr Weitere Preisrunde für Busse und Bahnen angekündigt

Wer in die Stadt umzieht, ist oft weniger auf das Auto angewiesen. Deshalb werden Busse und Bahnen seit Jahren voller, selbst wenn wie jetzt der Sprit billig ist - und die Fahrkarten teurer werden.

Voriger Artikel
Scania macht trotz gesunkener Verkäufe mehr Gewinn
Nächster Artikel
Bundesbank holt weitere 210 Tonnen Gold in heimische Tresore

Die tägliche Fahrt mit Bussen und Bahnen wird voraussichtlich auch zum nächsten Jahreswechsel teurer.

Quelle: Paul Zinken.

Berlin. Die tägliche Fahrt mit Bussen und Bahnen wird trotz stark gesunkener Dieselpreise voraussichtlich auch zum nächsten Jahreswechsel teurer.

"Meine Prognose ist, dass wir Fahrpreiserhöhungen irgendwo zwischen 1,5 und 3 Prozent haben werden", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Jürgen Fenske, am Mittwoch in Berlin. Die Entscheidung liege aber bei den Verkehrsverbünden.

Der Dieselpreis mache in den Betrieben nur vier bis sieben Prozent der Gesamtkosten aus, erklärte der Verband. Sie bräuchten zusätzliches Geld für neue Strecken und die Sanierung in die Jahre gekommener U- und S-Bahnsysteme. Zum Jahreswechsel waren die Fahrscheine laut Verband im Schnitt 2,4 Prozent teurer geworden.

Trotz niedriger Spritpreise, Lokführerstreiks und milder Wintermonate sind im vergangenen Jahr zum 18. Mal in Folge mehr Menschen mit Bussen und Bahnen gefahren. Die Fahrgäste legten 10,004 Milliarden Fahrten bei den 600 Verbandsmitgliedern zurück, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf stiegen um 3,5 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro.

Hintergrund ist, dass immer mehr Menschen in die Städte ziehen, was sich darin abzeichnet, dass die Fahrgastzahl besonders bei U-, S- und Straßenbahn stieg. Beim Bus stagnierte sie, in den Regionalzügen ging sie leicht zurück, wozu die Lokführerstreiks beitrugen.

Fenske forderte eine Anschubfinanzierung für mehr Elektrobusse auf Deutschlands Straßen. Notwendig seien 120 Millionen Euro öffentliche Förderung bis 2020, um die höheren Anschaffungs- und Betriebskosten zu finanzieren und so E-Busse zur Serienreife zu bringen. Seit 2013 sind in deutschen Städten 21 E-Bus-Projekte gestartet, darunter in Köln, wo Verbandschef Fenske Vorstand der Verkehrsbetriebe ist.

VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolf kritisierte, dass Güterbahnen durch Stromsteuern, die Ökostrom-Umlage und Lärmauflagen hohe Lasten schultern, während die Maut für Lastwagen sank. "Das sind keine fairen Wettbewerbsbedingungen." 150 Betreiber suchten nun gemeinsam nach Wegen zu mehr Produktivität. Eins ihrer Themen seien Güterzüge mit doppelter Länge, das heißt bis zu 1500 Meter. Wichtige Strecken müssten dafür umgerüstet werden, etwa durch Versetzen von Weichen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Polar Capital Fund AF 106,75%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr