Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Google+
Volle Auftragsbücher - Sachsens Unternehmen zahlen am pünktlichsten

Volle Auftragsbücher - Sachsens Unternehmen zahlen am pünktlichsten

Sächsische Unternehmen zahlen ihre Rechnungen am pünktlichsten. Das geht aus einer der Hamburger Wirtschaftauskunftei Bürgel hervor, für die das Verhalten von 470 000 Unternehmen in Deutschland innerhalb der vergangenen zwölf Monate analysiert wurde.

Danach halten mehr als 87 Prozent der Firmen im Freistaat die ihnen gesetzten Fristen ein (Stand: Mai 2015).

Im Bundesschnitt bezahlen dagegen nur 83,5 Prozent der Unternehmen ihre Rechnungen pünktlich. Gemeinsam mit Sachsen liegen auch Thüringen (86,5 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (85,4 Prozent) darüber.

"Den Unternehmen in Deutschland geht es zurzeit recht gut. Dies spiegelt sich auch in der positiven Zahlungsmoral der Unternehmen wider", interpretiert Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin die Zahlen. Als einen weiteren Grund nennt er die gute Binnenkonjunktur, die vor allem durch den privaten Konsum und niedrige Kreditzinsen gestützt wird.

"Die sächsischen Handwerksbetriebe haben in den letzten Jahren ihr Forderungsmanagement deutlich weiterentwickelt, unter anderem in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern", sagte Dresdens Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich den DNN. Und erläuterte weiter: "Die Betriebe schauen sich ihre Kunden vorher genauer an, legen Abschlagsrechnungen und lassen sich gegebenenfalls Sicherheiten übergeben. Diese Entwicklung führt in Kombination mit der guten Konjunktur zu einem verbesserten Zahlungsverhalten."

Thomas Hofmann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig, betont, die Ergebnisse der Untersuchung sprächen für die Zuverlässigkeit der einheimischen Unternehmen und seien ein weiterer Pluspunkt für den Wirtschaftsstandort Sachsen. Es zeige sich außerdem, dass es richtig war, im Zuge des Gesetzes zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr eine Ausweitung der 30-Tage-Frist auf 60 Tage abzulehnen, so Hofmann.

Im Gegensatz dazu gibt es im Saarland bei der Bezahlung am häufigsten Verzug. Jede fünfte Rechnung wird nicht pünktlich beglichen. Häufigste Gründe bundesweit sind Liquiditätsengpässe und Zahlungsausfälle bei den Kunden.

Wenn sie ihr Geld nicht fristgerecht erhalten, müssen Unternehmen im Durchschnitt weitere 22 Tage warten. Am längsten in Berlin (32,4 Tage), am kürzesten in Bayern (18,7 Tage). Auch in Sachsen (22 Tage) und Thüringen (21,5 Tage) waren die Wartezeiten überschaubar. Nach Branchen schnitt die Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallbeseitigung sowie die Behebung von Umweltverschmutzungen am schlechtesten ab. Hier wurde rund jedes vierte Unternehmen säumig. Dagegen zahlten in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei nur 6,6 Prozent unpünktlich. Auch der öffentliche Sektor (7,4 Prozent) leistete sich kaum Ausfälle.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.08.2015

Roland Herold

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

MÜNCH. RÜCK 178,50 +1,55%
RWE ST 20,49 +1,06%
E.ON 9,57 +0,93%
MERCK 90,93 -1,54%
FRESENIUS... 68,78 -1,25%
FMC 79,07 -0,62%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA World Funds Gl RF 164,55%
Structured Solutio AF 123,39%
Crocodile Capital MF 103,59%
Commodity Capital AF 96,81%
Allianz Global Inv AF 95,20%

mehr

  • Digital Abo

    "DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können -... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr