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Volkswagen will in China stark zulegen

Auto Volkswagen will in China stark zulegen

In Zeiten des Abgas-Skandals läuft es für Volkswagen nur in China richtig rund. Zur Automesse in Peking tritt der Konzern aufs Gas. Der Wachstumsmarkt wird immer wichtiger.

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Produktion eines VW Tiguan in der Fabrik in Anting unweit von Shanghai. Foto: Ole Spata

Peking. Der Volkswagen-Konzern rechnet in diesem Jahr auf seinem wichtigsten Markt in China mit einem Absatzwachstum von mehr als sechs Prozent. Nach der "Trendwende" seit dem Jahresende entwickle sich der größte Automarkt der Welt im Frühjahr weiter positiv.

Vor der Eröffnung der internationalen Automesse in Peking kündigte China-Vorstand Jochem Heizmann neue Modelle, unverändert hohe Investitionen, ein "Budget-Car" und ein breites Angebot für die Elektromobilität an.

Der chinesische Markt werde in diesem Jahr ungefähr wie die Wirtschaft insgesamt zulegen, erwartet Heizmann. "Unser Ziel ist, da mindestens mitzuhalten." Nach der Vorhersage der Regierung soll Chinas Wirtschaft zwischen 6,5 und 7 Prozent wachsen. Heizmann sagte, kein anderer Automarkt der Welt steigere sich heute in einer solchen Größenordnung: "Das ist sehr wohl ein positiver Ausblick." Im Vorjahr hatte die Gruppe in China ein Minus von 3,4 Prozent hinnehmen müssen.

Die Pekinger Autoshow, die am Montag in der Hauptstadt eröffnet wird, gehört heute zu den wichtigsten der Branche weltweit. Bis zum 4. Mai werden dort rund 800 000 Besucher erwartet, etwa 2000 Aussteller aus 14 Ländern präsentieren ihre Neuheiten. Die aktuellen Trends in China sind die Elektromobilität und die Digitalisierung des Autos wie etwa autonomes Fahren, Assistenzsysteme und Vernetzung.

Trotz der massiven Rückstellungen von über 16 Milliarden Euro wegen des Abgas-Skandals allein für das Jahr 2015 hält VW an seinen Plänen für Investitionen von vier Milliarden Euro in diesem Jahr in China fest. Mit der Umstrukturierung im Konzern werde künftig mehr Verantwortung in die Regionen gelegt, sagte Heizmann. "Das gilt ganz besonders für unsere Organisation in China." Er fügte hinzu: "Das ist keine Machtfrage, sondern eine Frage der Verantwortung."

Die "außerordentliche Bedeutung" Chinas für den Konzern werde in Zukunft noch wachsen, sagte Heizmann. Erstmals verkaufte die Kernmarke VW im ersten Quartal jedes zweite Auto weltweit in der Volksrepublik, wo allerdings mit Joint-Venture-Partnern produziert werden muss. Während der globale Absatz von Europas größtem Autobauer im März stagnierte, legte er in China um gut sechs Prozent zu.

Die Diesel-Affäre macht Volkswagen in China vergleichsweise wenige Probleme, weil bisher nur 1950 importierte Fahrzeuge betroffen sind. Die technischen Vorbereitungen für die Umrüstung seien getroffen, sagte Heizmann. Auf Fragen nach der wachsenden Abhängigkeit von China meinte er, die Prioritäten müssten richtig gesetzt und der Markt gemeinsam mit den Joint-Venture-Partnern richtig beurteilt werden: "Was tut sich hier? Welche Autos brauchen wir hier und wie schnell?"

Der chinesische Markt übernehme weltweit eine führende Position bei Zukunftsthemen wie Vernetzung, Digitalisierung, Elektromobilität und dem autonomen Fahren. "Manche Dinge entwickeln sich in China schneller als in anderen Regionen der Welt." Deswegen werde der Konzern auch mehr Entwicklungskapazitäten nach China verlegen. "Im Endeffekt geht es darum, sich von einem reinen Fahrzeugverkäufer zu einem Anbieter von Mobilitätsleistungen zu wandeln", sagte Heizmann.

Angesichts des starken Wachstums der E-Mobilität in China will die Volkswagen-Gruppe in den nächsten drei bis vier Jahren auch 15 lokal produzierte Elektro- oder Hybridfahrzeuge anbieten. "Intensiv" arbeitet man auch an Plänen zur Produktion eines "Budget-Car" genannten Billigautos unter einer eigenen Marke, die 2018 im Reich der Mitte starten wird. Mit zwei Geländewagen neben einer Limousine soll besonders der Trend zu günstigen Geländewagen bedient werden, der in China das Wachstum befeuert.

dpa

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