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Versicherer: Großteil der Verträge künftig ohne Garantiezins

Jahreswechsel Versicherer: Großteil der Verträge künftig ohne Garantiezins

Die Lebensversicherung mit garantierten Zinsen wird mehr und mehr zum Auslaufmodell. Doch komplett ohne Sicherheiten kommen die Verträge nicht aus. Die Zukunft liegt in der Mitte, so der Chef des größten deutschen Lebensversicherers.

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Lebensversicherungen ohne fest garantierte Zinsen werden in Zukunft den Großteil der Verträge bilden.

Quelle: Jens Büttner/Symbolbild

Stuttgart (dpa) - Lebensversicherungen ohne fest garantierte Zinsen werden nach Einschätzung des Chefs der Allianz Leben in Zukunft den Großteil der Verträge bilden. "Der Anteil der neuen Angebote wird in Zukunft noch höher sein", sagte Markus Faulhaber der Deutschen Presse-Agentur.

In 15 bis 20 Jahren werde der Anteil dieser Produkte - Berufsunfähigkeitsversicherungen eingerechnet - bei der Allianz bei "90 Prozent und mehr" liegen, so der Chef des größten deutschen Lebensversicherers. Unter den Privatkunden machten diese Verträge im Neugeschäft bereits mehr als 80 Prozent aus, bei den Firmenkunden sei der Anteil niedriger.

Vor zwei Jahren hatte die Allianz erstmals eine Lebensversicherung auf den Markt gebracht, in der nur die eingezahlten Beiträge garantiert sind - der sonst übliche Garantiezins wird nicht mehr versprochen. Dafür können die Kunden aber von höheren Gewinnen profitieren, wenn die Anlage gute Renditen abwirft. Immer mehr Versicherer hatten zuletzt eine Abkehr von klassischen Policen mit Garantiezins angekündigt.

"Im Grunde haben bei Rentenversicherungen nur der Name und das Versprechen eines lebenslangen Einkommens Bestand", sagte Faulhaber weiter. Die Produkte hätten sich grundlegend verändert. Kunden wägten in ihrer Altersvorsorge zwischen Renditechancen und Sicherheit ab. "Die Hürde ist: Der Kunde muss das Konzept verstehen", so Faulhaber.

"Aus Kundensicht ist ein reines Klassik-Produkt für die langfristige Altersvorsorge nicht mehr sinnvoll, daher wird die klassische Variante mehr und mehr aus dem Markt verschwinden", sagte Faulhaber. Das Geschäft mit Verträgen, die überhaupt keine Sicherheit bieten, werde aber bei vier oder fünf Prozent bleiben. "Das hat sich in den letzten Jahren auch nicht verändert."

dpa

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