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Verkehrsminister Dobrindt mit VW-Umrüstungsplänen zufrieden

Auto Verkehrsminister Dobrindt mit VW-Umrüstungsplänen zufrieden

VW macht den nächsten kleinen Schritt aus dem Abgas-Schlamassel: Auch für die manipulierten 1,2-Liter-Diesel-Motoren hat der Konzern nun Umrüstungspläne vorgelegt. Der Verkehrsminister hat einen guten Eindruck - und auch Anleger schöpfen wieder Vertrauen.

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Ein KFZ-Servicetechniker steht mit einem Auslesegerät vor einem vom Abgas-Skandal betroffenen 2.0l TDI Dieselmotor vom Typ EA189.

Quelle: Julian Stratenschulte/Archiv

Berlin/Wolfsburg. Volkswagen hat die deutschen Behörden mit seinen Umbauplänen für Millionen manipulierte Dieselautos vorerst zufriedengestellt. "Unser Eindruck der Umrüstungskonzepte ist positiv", ließ Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mitteilen.

Auch für den kleinen 1,2-Liter-Motor hat VW inzwischen beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen Vorschlag eingereicht, mit dem das Aggregat die Abgasgrenzwerte in Europa einhalten soll. Das bestätigte ein KBA-Sprecher. Wie beim 2,0-Liter-Motor soll hier ein Software-Update ausreichen.

Das sorgte auch an der Börse für ein kräftiges Kursplus: Die Vorzugsaktien des Konzerns gewannen bis zum Nachmittag knapp 4,5 Prozent und lagen damit an der Dax-Spitze. Die vorgeschlagenen Lösungen müssten nun noch endgültig für jedes einzelne Modell abgenommen werden, sagte ein KBA-Sprecher. Für den 1,6- und 2,0-Liter-Motor hat die Behörde den Umbauvorschlägen laut VW bereits schriftlich zugestimmt.

Beim 1,6-Liter-Motor soll zusätzlich zu einem Software-Update ein kleines Kunststoffgitter hinter dem Luftfilter eingebaut werden, um die Grenzwerte für das gesundheitsschädliche Stickoxid auf dem Prüfstand einzuhalten. Der VW-Konzern hatte eine verbotene Software in Millionen Autos eingebaut, die erkannt hat, wenn ein Auto getestet wird und den Stickoxidausstoss dann unter die Grenzwerte drücken konnte.

Wie hoch der Stickoxidausstoss beim Prüfstandstest ohne diese Software über den Grenzwerten gelegen hätte, wisse man bei VW nicht, sagte ein VW-Sprecher auf Anfrage. Das sei nicht gemessen worden.

Im Januar soll der Rückruf beginnen. In Deutschland müssen 2,46 Millionen Autos aus dem VW-Konzern zurück in die Werkstatt, darunter rund 1,54 Millionen Autos der Marke VW, 531 813 Audi, 104 197 Seat und 286 970 Skoda. 

Der Konzern habe das Ziel, dass Autofahrer dabei keinen höheren Verbrauch und keine geringere Motorleistung hinnehmen müssen, hatte ein Sprecher angekündigt. Versprechen kann VW das aber noch nicht. EU-weit müssen rund 8,5 Millionen Autos wegen zu hoher Stickoxidwerte überholt werden, weltweit sind es bis zu 11 Millionen Autos - mehr als eine gesamte Jahresproduktion des Konzerns.

Mit dem geplanten Rückruf könnte VW ohnehin vorerst nur eine Baustelle im Abgas-Skandal schließen. Bei 800 000 Autos hatte der Konzern außerdem zu niedrige CO2-Abgaswerte angegeben. Und auch Autos mit 3,0-Liter-Motoren sind mit einer in den USA verbotenen Software ausgestattet.

dpa

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