Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Verdi erhöht Druck auf Amazon - Streik in Koblenz

Tarife Verdi erhöht Druck auf Amazon - Streik in Koblenz

Im Konflikt zwischen der Gewerkschaft und dem führenden Online-Händler ist kein Ende in Sicht. Amazon lehnt einen Tarifvertrag weiter ab.

Voriger Artikel
VW in den USA: Noch mehr Autos im Visier
Nächster Artikel
Italien bringt Staatsbahnen an die Börse

Verdi fordert von Amazon, die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anzuerkennen.

Quelle: Bernd Thissen/Symbolbild

Koblenz/München. Mit einem Streik zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts verstärkt die Gewerkschaft Verdi den Druck auf den Online-Händler Amazon. Beide Seiten machten unterschiedliche Angaben zur Beteiligung an der Arbeitsniederlegung im Logistikzentrum Koblenz.

Verdi verlangt den Abschluss eines Tarifvertrags für die rund 10 000 Mitarbeiter in Deutschland, der sich an den Vereinbarungen für den Einzel- und Versandhandel orientiert.

Rund 150 Beschäftigte hätten mit Beginn der Nachtschicht um 0.00 Uhr die Arbeit niedergelegt, sagte der Verdi-Gewerkschafter Marko Bärschneider in Koblenz. Amazon sprach hingegen von weniger als 50 Streikenden mit Beginn der Frühschicht und betonte, die Arbeitsniederlegung habe keinerlei Einfluss auf die Einhaltung der zugesagten Liefertermine.

Der Ausstand in Koblenz, wo insgesamt etwa 1800 Menschen beschäftigt sind, soll bis Donnerstag fortgesetzt werden. Zuletzt hatten die Beschäftigten in Koblenz im September gestreikt. In diesem Monat wurde auch am Standort Leipzig zeitweise die Arbeit niedergelegt.

Amazon betreibt in Deutschland neun Logistikzentren, in Koblenz werden Bücher und andere Produkte auf einer Fläche von 17 Fußballfeldern gelagert und zu den Online-Kunden ausgeliefert. "Die Amazon-Geschäftspolitik zerstört langfristig auch den lokalen Einzelhandel vor Ort", sagte Bärschneider. "Der Wettbewerb wird nur über die Löhne ausgetragen, das darf nicht sein."

Die Amazon-Sprecherin sagte, die Löhne bewegten sich am oberen Ende des Rahmens für vergleichbare Tätigkeiten. Das Unternehmen erhalte immer wieder positive Rückmeldungen der Arbeitsagentur, etwa zur Beschäftigung von Schwerbehinderten. Amazon sei nicht zum Abschluss eines Tarifvertrags bereit, zeige aber, dass man auch ohne eine solche Vereinbarung ein fairer Arbeitgeber sein könne.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr