Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Umweltbundesamt bereitet eigene Auto-Abgasmessungen vor

Auto Umweltbundesamt bereitet eigene Auto-Abgasmessungen vor

Schon mehrfach haben Umweltverbände gefordert, das Umweltbundesamt solle im Vergleich zum Kraftfahrt-Bundesamt mehr Kompetenzen bekommen. Die Behörde macht nun selbst einen unerwarteten Schritt.

Voriger Artikel
Heizkosten sinken weiter - Öl deutlich billiger als Gas
Nächster Artikel
Verdi-Chef will zehn Euro Mindestlohn

Bekommen soll das KBA auch ein eigenes Labor mit Prüfständen. Wann es in Betrieb geht, ist offen.

Quelle: Patrick Pleul

Berlin/München. Das Umweltbundesamt (UBA) bereitet angesichts des Skandals um überhöhte Abgaswerte bei Diesel-Autos eigene Messungen vor. "Unser Messprogramm steht kurz vor der Ausschreibung", teilte das Amt der "Süddeutschen Zeitung", dem NDR und dem WDR mit.

Demnach sollten Prüffirmen Testreihen auf der Straße übernehmen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) reagierte reserviert: "Die zuständige Behörde ist das Kraftfahrt-Bundesamt" (KBA), sagte er am Montag in München. "Das Umweltbundesamt hat mit uns darüber nicht gesprochen." Als Reaktion auf den VW-Skandal und auffällige Werte auch bei anderen Herstellern will bereits das KBA eine eigene Prüftechnik aufbauen.

Für Kontrollen auf der Straße sollen für das KBA für 330 000 Euro zwei mobile Messanlagen angeschafft werden. Einsetzbar sollen sie im Herbst sein. Umweltverbände fordern solche Straßenmessungen seit langem, weil Laborwerte nicht realen Fahrbedingungen entsprächen.

Bekommen soll das KBA auch ein eigenes Labor mit Prüfständen. Wann es in Betrieb geht, ist offen. Das Verkehrsministerium veranschlagt die jährlichen Gesamtkosten der eigenen Prüftechnik samt Personalkosten auf zehn Millionen Euro. Bisher nutzen die amtlichen Prüfer für Nachmessungen Einrichtungen von Dienstleistern wie Tüv und Dekra.

Kritiker monieren, dass der VW-Skandal in den USA und nicht vom KBA aufgedeckt wurde. Sie fordern, Abgaskontrollen an das Umweltbundesamt zu übertragen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte sich dem allerdings nicht angeschlossen. "Das Kraftfahrtbundesamt ist dazu geeignet", sagte sie Anfang Juni der Deutschen Presse-Agentur.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

MERCK 106,05 +4,27%
LUFTHANSA 15,08 +3,27%
RWE ST 14,83 +2,38%
VOLKSWAGEN VZ 135,93 -0,75%
DT. BANK 15,72 -0,39%
INFINEON 17,10 -0,15%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Crocodile Capital MF 140,01%
Structured Solutio AF 134,95%
Morgan Stanley Inv AF 112,61%
First State Invest AF 102,66%
Fidelity Funds Glo AF 99,58%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr