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Umfrage: Händler auf dem Altmarkt fordern Erhalt des Standortes

Umfrage: Händler auf dem Altmarkt fordern Erhalt des Standortes

Dem Wochenmarkt auf dem Dresdner Altmarkt droht das Aus. Es wird immer wahrscheinlicher, dass die Buden nach dem 27. Oktober, dem letzten Markttag vor dem Striezelmarkt, nicht mehr auf den Altmarkt zurückkehren.

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Mirko Kunert gehört zu den betroffenen Händlern.

Quelle: Uwe Hofmann

Betroffen sind bis zu 25 Händler. DNN-Online hat sich vor Ort umgehört.

Mirko Kunert: Sicher muss sich die Qualität verbessern. Aber ohne die Unterstützung der Stadt geht es nicht. Für einen Frischemarkt brauchen wir etwa Parkplätze. Vor allem aber eine Perspektive. . Aber wenn die Verwaltung den Markt nicht möchte, ist es schwer, sich etwas zu wünschen. Auf unseren Markt kommen vor allem Touristen und Mitarbeiter umliegender Geschäfte. Deshalb ist das Sortiment auch so, wie es jetzt ist. Mit der Bedingung, hier einen Frischemarkt aufzubauen, haben wir es schwer. Es gibt ja schon so viele Versorger im Umfeld. Die Diskussion um eine Verlängerung des Wochenmarkts bis ins nächste Jahr ist jetzt eigentlich schon zu spät. Viele müssen sich ja jetzt schon um die Verträge für das nächste Jahr kümmern.

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Volkmar Kühne: Wir stehen seit Jahren von Dienstag bis Sonnabend auf dem Markt. Es geht um fest eingeplante Einnahmen, die von einem Tag auf den anderen wegfallen.

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Volkmar Kühne: Wir stehen seit Jahren von Dienstag bis Sonnabend auf dem Markt. Es geht um fest eingeplante Einnahmen, die von einem Tag auf den anderen wegfallen. Woanders einen dauerhaften Stellplatz zu finden ist sehr schwer. Alles ist ungewiss. So kann man mit Menschen nicht umgehen: Selbst wenn wir die Marktleitung fragen, bekommen wir nichts Definitives gesagt. In jede Stadt gehört so ein Markt. Klar gibt es hier viele Imbissstände, aber das wir offenbar angenommen.

Monika Brozowski: Die Stadt nimmt uns allen den Boden unter den Füßen weg. Das Ende des Wochenmarktes wäre ein wirtschaftlicher Zusammenbruch. Ich habe eine Angestellte, eine allein erziehende Mutter, die müsste ich entlassen. Ich selbst bin 66 Jahre, kriege keine Rente und muss arbeiten. Wir stehen seit Anfang der 90er Jahre auf dem Markt, bis auf eine Ausnahme, als unser Sortiment schon einmal nicht erwünscht war. Wir haben selbst ein Konzept erarbeitet und den Stadtratsfraktionen gegeben. Hauptpunkt: Das Angebot sollte erweitert werden und dann mit der Ausnahme der Imbissstände nur zwei Händler mit dem gleichen Sortiment zugelassen werden.

Mario Knauber: Hier auf dem Markt läuft es schlecht. Mit einem Bilderstand geht man hier völlig unter. Früher standen wir am Kulturpalast, da war es besser. Unsere Kunstdrucke und Originale kaufen vor allem Touristen. Was fehlt, ist vor allem Werbung. Größer und gemischt müsste der Markt sein, so wie der an der Lingnerallee.

Achmed Muhammed: Seit acht Jahren verkaufe ich hier Lederwaren. Ich habe keinen anderen Stand. Wenn hier Schluss ist, bin ich auf Hartz IV angewiesen. Sicher ist unser Angebot eher etwas für Geringverdiener. Die freuen sich, dass es uns gibt. Es gibt eben Menschen, die nicht 300 oder 400 Euro für eine Tasche bezahlen können, das haben vielleicht einige vergessen.

uh

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