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Steigende Betriebskosten: Sachsens Mieter müssen mehr für Heizung und Wasser zahlen

Steigende Betriebskosten: Sachsens Mieter müssen mehr für Heizung und Wasser zahlen

Wohnungsmieter in Sachsen müssen für Betriebskosten immer tiefer in die Tasche greifen. Vor allem steigende Energiepreise treiben die Ausgaben für die sogenannte zweite Miete in die Höhe.

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Betriebskosten sollten in der jährlichen Abrechnung detailliert aufgeführt sein.

Quelle: Jens Büttner

Das geht aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel hervor, den der Mieterbund Sachsen am Montag vorgelegt hat.

Im bundesweiten Vergleich sind die Betriebskosten im Freistaat besonders teuer: Mit 2,25 Euro pro Quadratmater liegen die monatlichen Ausgaben rund drei Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 2,20 Euro. In Dresden werden laut Mieterbund sogar 2,32 Euro fällig. Grundlage für die Berechnung waren die Abrechnungsdaten von 2011. Auch für Leipzig wird erwartet, dass sich die Kosten über dem sachsenweiten Schnitt bewegen. Genaue Zahlen liegen laut Mieterbund aber erst in einigen Wochen vor.

2630 Euro für eine 80-Quadratmeter-Wohnung

Maximal können in Sachsen 2,74 Euro für alle denkbaren Betriebskosten fällig werden. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung schlagen damit 2630,40 Euro im Jahr zu Buche. Den größten Kostenfaktor für Mieter macht mit 1,02 Euro pro Quadratmeter die Heizung aus. Hier legten die Ausgaben innerhalb von zwei Jahren um 25 Cent zu.

Hauptursache seien die steigenden Energiepreise, sagte Anke Matejka, Vorsitzende des Mieterbundes Sachsen. „Dass sich diese Erhöhung nicht vollständig auf die Betriebskosten niederschlägt, ist der weiteren Modernisierung des Wohnungsbestandes und insbesondere einem sparsameren Heizverhalten der Mieterinnen und Mieter geschuldet“, erklärte sie.

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Die Footballer der Dresden Monarchs haben das Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen doe Braunschweig Lions denkbar knapp verloren.

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Auch bei Wasser und Abwasser kletterten die Kosten: Statt 33 Cent (2009) werden hier nun im Schnitt 35 Cent pro Quadratmeter fällig. Leichte Mehrausgaben belasten die Mieter auch bei den Kosten für den Hauswart (insgesamt 0,22 Euro), Aufzüge (0,15 Euro), Versicherung, Antenne/Kabel (je 0,12 Euro), Gebäudereinigung (0,10 Euro) und Gartenpflege (0,08 Euro). Für Hausstrom (0,05 Euro) und Schornsteinreinigung (0,02 Euro) sanken die Kosten dagegen leicht.

Mieterbund sieht Sachsens Standortvorteil in Gefahr

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Die Betriebskosten für Sachsens Wohnungen im Überblick: Mehr als ein Euro pro Quadratmeter werden allein für die Heizung fällig.

Quelle: Deutscher Mieterbund

Matejka befürchtet, dass Sachsen durch die steigenden Wohnungskosten seinen Standortvorteil verlieren könnte. Auch die Kaltmietpreise zogen zuletzt vielerorts an. „Attraktiver und preiswerter Wohnraum wäre dann schwerer zu finden, was den Trend der Bevölkerungsabwanderung aus Sachsen allgemein und den ländlichen Gebieten im Besonderen weiter befördert“, so die Mieterbund-Chefin. Für dieses Jahr rechnet sie mit weiter steigenden Kosten. Der kalte Winter 2012/2013 werde sich deutlich auf die Heizkosten auswirken.

Beim letzten Betriebskostenspiegel, den der Mieterbund 2011 vorgelegt hatte, war mit 2,30 Euro noch ein etwas höherer Durchschnittswert für die Ausgaben pro Quadratmeter ermittelt worden. Dieser sei jedoch nicht direkt vergleichbar, da damals andere Mieter ihre Betriebskostenabrechnung zur Verfügung gestellt hätten, hieß es zur Erklärung. „Fakt ist: Die einzelnen Betriebskostenarten im Vergleich zeigen einen deutlichen Anstieg“, betonte Matejka.

Robert Nößler

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