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Sachsens Wirtschaftsförderer sehen großes Interesse von Investoren

Sachsens Wirtschaftsförderer sehen großes Interesse von Investoren

Das Start-up-Unternehmen Suragus GmbH gehört zu den treuen Kunden der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS). Die Dresdner Firma, die Prüftechnik für die Charakterisierung unter anderem von Carbonfaser-Materialien entwickelt und vertreibt, nimmt regelmäßig an von der WFS organisierten Unternehmerreisen und Gemeinschaftsständen auf Messen teil.

"Wir nutzen die Angebote der Wirtschaftsförderung, weil sie uns vor allem bei der internationalen Kontaktvermittlung enorm helfen", sagte gestern Geschäftsführer Marcus Klein.

Peter Nothnagel, Geschäftsführer der landeseigenen WFS, hält derartige Aktivitäten für ein zentrales Instrument der Absatzförderung. "So bekommen die Firmen die Chance, direkt mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten und lernen die regionale Wirtschaft in den Zielländern kennen." Ein Rezept, das aufgeht. Meint zumindest die 3D-Micromat in Chemnitz. Bei den weiteren Wachstumsplänen und der Erschließung internationaler Märkte setze er weiter auf die Unterstützung der Wirtschaftsförderer, sagte Firmenchef Tino Petsch.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hält diese Strategie für richtig. Der Fokus seiner Politik richte sich nicht nur auf das Gewinnen neuer Investoren. "Es gilt vor allem, die hier ansässigen mittelständischen Unternehmen beim Ausbau ihrer Firmen zu unterstützen", betonte er. Dabei biete die Internationalisierung eine "enorme Chance". Da der Weg ins Ausland für kleine und mittlere Unternehmen aber eine besondere Herausforderung darstelle, würden sie gezielt unterstützt.

Das Wachstum der Wirtschaft aus dem Bestand heraus scheint immer wichtiger zu werden. Zumindest belegt das die Vorjahresbilanz der Wirtschaftsförderer. Denn wenn Betriebe sich heute im Freistaat ansiedeln, dann falle die Höhe der Investitionen und die Zahl der versprochenen Arbeitsplätze geringer aus als früher, berichtete Nothnagel. Mithilfe seiner Gesellschaft gab es im vorigen Jahr in Sachsen 13 Neuansiedlungen und zehn Unternehmenserweiterungen. Mit Investitionen von zusammen 182 Millionen Euro wurden 664 Stellen geschaffen. Im Schnitt sind das also 29 Arbeitsplätze je Betrieb. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor wurden 22 Neuansiedlungen und Erweiterungen verzeichnet. Sie lösten Investitionen in Höhe von 329 Millionen Euro aus und schufen 1121 neue Jobs - im Schnitt 51 pro Betrieb.

Zu den erfolgreichen Ansiedlungen 2014 gehörte etwa der Autozulieferer Allgaier. Die Baden-Württemberger errichten derzeit in Oelsnitz für 35 Millionen Euro ein Werk und wollen 100 Arbeitsplätze schaffen. Der Produktionsstart soll im Herbst erfolgen. Die Görlitzer Sysmex Partec GmbH ist gerade dabei, für 7,5 Millionen Euro die Produktion zu erweitern. Die WFS sei ein "zuverlässiger Partner" bei den Wachstumsbestrebungen, lobte Roland Göhde, Mitgründer des Medizintechnik-Betriebes, der bis zum nächsten Jahr die Mitarbeiterzahl auf 200 verdoppeln will.

Nach Nothnagels Einschätzung besteht ein "kontinuierlich hohes Interesse am Wirtschaftsstandort Sachsen". Gegenwärtig würden 230 Investitionsanfragen bearbeitet. Allerdings führt nur ein kleinerer Teil zum Erfolg, da potenzielle Investoren zumeist an mehreren Standorten nachfragen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.05.2015

Ulrich Milde

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