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Sachsen stellt Agrarbericht vor - Branche kämpft mit großen Problemen

Sachsen stellt Agrarbericht vor - Branche kämpft mit großen Problemen

Die sächsische Landwirtschaft sieht sich mit einer wachsenden Zahl von Problemen konfrontiert. Dazu zählen unter anderem steigende Preise für Betriebsmittel wie Energie und Saatgut, Arbeitskräfteschwund und Lehrlingsmangel sowie Unklarheiten bei der künftigen EU-Agrarpolitik.

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Riesige Maschinen und weites Land: Landwirt ist ein Job mit vielen Facetten. Foto: Peter Förster

Quelle: dpa

Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU) informierte in seinem am Donnerstag vorgelegten Agrarbericht aber auch über positive Entwicklungen. So erwirtschafteten die Betriebe im vergangenen Jahr im Schnitt 34 300 Euro pro Beschäftigten. Dieser Wert lag damit zwölf Prozent über dem fünfjährigen Mittel. Kupfer bezeichnete die starken Schwankungen bei Angebot und Nachfrage als zunehmende Herausforderung für die Landwirte.

Ein gravierendes Problem hat die Branche mit steigenden Kosten für Energie, Dünge- und Futtermitteln, die steigende Erlöse zum Teil wieder aufzehren. Bezogen auf 2009 stiegen die Kosten um 16 Prozent. Zugleich sehen sich die Bauern einem gnadenlosen Preisdruck des Handels ausgesetzt. Kupfer appellierte an die großen Handelsketten, ihrer Verantwortung gegenüber den Landwirten gerecht zu werden.

Schwierig ist nicht zuletzt die Einkommenssituation. Laut Ministerium kommen die Beschäftigten in der Landwirtschaft auf einen Durchschnittsverdienst von rund 18 000 Euro (brutto) im Jahr. Zum Vergleich: Im Verarbeitenden Gewerbe sind es 28 000 Euro, im Dienstleistungssektor 24 000 Euro. Dabei gibt es in der Landwirtschaft die längsten Arbeitszeiten - im Schnitt sind es pro Jahr 1700 Arbeitsstunden. Das Verarbeitende Gewerbe kommt auf 1600, die Dienstleistungsbranche auf 1400 Stunden. Auch das dürfte aus Sicht des Ministeriums ein Grund sein, warum immer weniger junge Leute in die Landwirtschaft gehen.

Dem ökologischen Landbau räumte der Minister eine „entscheidende Rolle“ ein. Knapp 8 Prozent der Höfe und Agrarunternehmen im Freistaat würden als Öko-Betriebe arbeiten. Damit liege Sachsen über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 7,7 Prozent. Bei den Flächen liegt der Freistaat aber weit unter dem Durchschnittsniveau: In Sachsen wachsen nur auf 3,9 Prozent der Agrarflächen Öko-Produkte, bundesweit liegt die Quote bei 6,2 Prozent. „Ich möchte, dass die Betriebe ökologisch produzieren“, sagte Kupfer. Denn bei der großen Nachfrage nach solchen Produkten sollten sächsische Produzenten zum Zug kommen.

Die Grünen erinnerten daran, dass in Sachsen bis 2010 eigentlich zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch betrieben werden sollten. Davon sei man aber noch „Lichtjahre“ entfernt. Mit Kupfer sei für den Öko-Landbau kein Sprung nach vorn zu erreichen.

dpa

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