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Sachsen krönt seine besten Designer - Minister lobt "Vielfalt sächsischer Gestaltungskompetenz"

Sachsen krönt seine besten Designer - Minister lobt "Vielfalt sächsischer Gestaltungskompetenz"

Sachsens beste Designer sind gekürt: Gestern Abend konnten sie nicht nur insgesamt 50 000 Euro Preisgelder entgegennehmen, sondern erstmals auch eigens für den Wettbewerb angefertigte Statuen aus Meissener Porzellan.

Leipzig/Dresden .

Überreicht hat sie anlässlich der Eröffnung des Leipziger Festivals "Designers' Open" Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP.

Morlok lobte, dass die 13. Auflage des Wettbewerbs mit 318 Einreichern so viele Teilnehmer wie noch nie hatte und eine "beeindruckende Vielfalt sächsischer Gestaltungskompetenz" präsentierte. "Die Unternehmen, die auf Qualität und Kreativität setzen - und dazu gehört gutes Design - heben sich von ihren Wettbewerbern ab und können für sich Marktvorteile verbuchen", dozierte der Minister.

In der prominent besetzten Jury waren unter anderen Gerhard Friedrich, Leiter Produktlinienmanagement Design der BMW Group, und Martin Pross, Vorstand des Marketingunternehmens Scholz & Friends. Die Hauptpreise in den drei Kategorien Produktdesign, Kommunikationsdesign sowie Nachwuchs gingen einmal nach Dresden und zweimal nach Leipzig.

Als am besten gestaltetes Produkt wurde ein Fagott für Kinder gewürdigt, das der frühere Profimusiker und Fagott-Student Johannes Wahrig gemeinsam mit dem Instrumentenbauer Frank Jank entwickelt hat. "Es ging im Prinzip darum, einen Kontrabass auf Cello-Größe schrumpfen zu lassen, aber so, dass es trotzdem wie ein Kontrabass klingt", so die Sieger aus Dresden.

Am kommunikativsten war nach Ansicht der Jury Christian Lange aus Greiz. Zwar liegt das kurz hinter der sächsischen Landesgrenze in Thüringen. Doch sein Buch "Lange Liste 79 - 97" erschien diesen Sommer im Leipziger Verlag Spector Books. Das mit Fotos, Zeugnissen, Bauplänen oder Quittungen gestaltete Werk dokumentiert die Geschichte der Familie des Künstlers von 1979 bis 1997 - seinen ersten 18 Lebensjahren. Statt aus Texten besteht der Inhalt aus 12 051 Einträgen in Kassenbücher, mit denen die Mutter das Familienbudget akribisch plante. Diese Erzählung in Form eines Haushaltsbuches kostet 48 Euro.

Als beste Nachwuchsdesignerin wurde Katharina Jebsen geehrt. Es handelt sich um eine höchst umweltverträgliche Kollektion von Bekleidungstextilien, die formal und emotional auf dem Prinzip Höhle basiert. Die besondere Dehnbarkeit der Gewebe erfordert in der Weiterverarbeitung Schnitttechniken, die diesem Aspekt gerecht werden. J. Rometsch/B. Stock

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.10.2012

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