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Sachsen bleibt unattraktiv für osteuropäische Arbeitnehmer - Seit einem Jahr Freizügigkeit

Sachsen bleibt unattraktiv für osteuropäische Arbeitnehmer - Seit einem Jahr Freizügigkeit

Vor einem Jahr sind in Deutschland die letzten Hürden für Arbeitnehmer aus Polen, Tschechien und sechs anderen EU-Staaten gefallen. Die Freizügigkeit für die osteuropäischen Nachbarn hatten indes kaum Auswirkungen auf den sächsischen Arbeitsmarkt.

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Vor einem Jahr sind in Deutschland die letzten Hürden für Arbeitnehmer aus Polen, Tschechien und sechs anderen EU-Staaten gefallen.

Quelle: dpa

„Im vergangenen Jahr haben durchschnittlich rund 1200 Frauen und Männer aus den EU-8-Staaten zusätzlich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Sachsen ausgeübt“, teilte Regionaldirektionschefin Jutta Cordt am Donnerstag mit. Angesichts des künftigen Fachkräftebedarfs und der demografischen Entwicklung sei dies „zu wenig“.

Im Februar waren den Angaben zufolge insgesamt 5600 Frauen und Männer aus Polen, Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, der Slowakischen Republik, Slowenien und Ungarn in Sachsen beschäftigt. Das waren rund 1600 mehr als vor dem 1. Mai 2011. Seitdem müssen sie vorab keine Arbeitsgenehmigung mehr einholen. Auch für die nächsten Monate rechnet Cordt mit keinem wesentlich höheren Zustrom. Zur Begründung verwies sie auf ähnliche Arbeitsmarktbedingungen für die Betroffenen in der Heimat. Hinzu komme das im Vergleich zu westlichen Bundesländern geringere Lohnniveau in Sachsen.

Insgesamt wurden in Sachsen durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit nur drei Prozent der bundesweit rund 40.000 zusätzlichen Beschäftigten registriert. Um diesen Anteil zu erhöhen, empfahl Cordt einen Ausbau der „Willkommenskultur“. Betriebliche Weiterbildungsangebote und flexible Arbeitszeiten könnten sächsische Arbeitgeber attraktiver machen.

dpa

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