Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+
Renault verfehlt bei Stichprobe Abgasnormen

Auto Renault verfehlt bei Stichprobe Abgasnormen

Der Abgas-Skandal bei VW hat die Autowelt erschüttert. Nun gibt es Durchsuchungen beim französischen Hersteller Renault - was umgehend für große Nervosität an der Börse sucht. Der Autobauer beschwichtigt.

Voriger Artikel
VW steht weiter im Kreuzfeuer der Kritik
Nächster Artikel
Air Berlin und Etihad bekommen vor Gericht weitgehend recht

Nach einem ersten Bericht über die Durchsuchungen waren die Aktienwerte des französischen Autoherstellers um fast 20 Prozent eingebrochen.

Quelle: Patrick Seeger

Paris (dpa) - Der französische Autohersteller Renault steht wegen Überprüfungen unter Druck, die nach dem Abgas-Skandal bei Volkswagen angeordnet wurden.

Stichproben bei Fahrzeugen von Renault und mehreren nicht-französischen Marken hätten die Überschreitung von Abgasnormen festgestellt, teilte Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal mit.

Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass Anti-Betrugs-Ermittler mehrere Standorte von Renault durchsucht hatten. Dies schickte den Aktienkurs auf Talfahrt. Das Unternehmen betonte jedoch, dass bei seinen Fahrzeugen anders als bei Volkswagen keine Betrugssoftware gefunden worden sei. Royal bestätigte dies.

Bei den Norm-Verstößen geht es um die Werte für Kohlendioxid und Stickoxid. Die anderen betroffenen Marken nannte die Ministerin nicht. Paris hatte die Zufalls-Tests angeordnet, nachdem im vergangenen September bekanntgeworden war, dass Volkswagen mit Hilfe einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert hatte. Insgesamt sind Überprüfungen an 100 Fahrzeugen geplant, 22 Fahrzeuge wurden bislang getestet.

Renault habe akzeptiert, kommende Woche einer Kommission Lösungen vorzuschlagen, sagte Royal. In einer Mitteilung versprach das Unternehmen, schnell einen Emissionsplan vorzulegen und vollständig mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

Ermittler der Wettbewerbs- und Antibetrugsbehörde des französischen Wirtschaftsministeriums hatten in der vergangene Woche den Hauptsitz und zwei weitere Renault-Standorte besucht, wie das Unternehmen am Donnerstag bestätigte. Die Behörde äußerte sich zunächst nicht. Nach Ansicht des Autobauers werden die Untersuchungen bestätigen, dass keine Betrugssoftware eingesetzt wurde.

Die Durchsuchungen waren zunächst von der Gewerkschaft CGT bekanntgemacht worden. Der Aktienkurs des Konzerns fiel daraufhin am Donnerstag zeitweise um mehr als 20 Prozent. Später erholte er sich etwas, bei Börsenschluss stand er gut 10 Prozent im Minus. Renault hatte schon im vergangenen Jahr angekündigt, 50 Millionen Euro zu investieren, um die Unterschiede zwischen den realen Emissionen und den Werten bei normierten Abgastests zu verringern.

Der Abgas-Skandal bei VW hatte den deutschen Autobauer in die schwerste Krise der Konzerngeschichte gestürzt. Es drohen teure Rückrufe und Strafen, insbesondere in den USA.

Deutsche Umwelt- und Verbraucherschützer kritisierten mit Blick auf Paris die Bundesregierung und forderten, zeitnah die Ergebnisse der Nachprüfungen von Dieselfahrzeugen aller Hersteller zu veröffentlichen. "Während Frankreich handelt, verschleppt Verkehrsminister Alexander Dobrindt auch vier Monate nach Beginn des Abgas-Skandals weiter dessen Aufklärung", teilte Greenpeace-Verkehrsexperte Daniel Moser mit.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Stabilitas GOLD+RE AF 114,23%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr