Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Reisebüro-Comeback: "Urlauber kehren aus dem Netz zurück"

Tourismus Reisebüro-Comeback: "Urlauber kehren aus dem Netz zurück"

Lange schien der Trend eindeutig: Das klassische Reisebüro hat in Zeiten des Internets kaum noch eine Zukunft. Doch seit zwei Jahren feiert der stationäre Vertrieb ein überraschendes Comeback.

Voriger Artikel
Metall-Tarifpartner belauern sich
Nächster Artikel
Kritik an versteckten Preiserhöhungen bei Strom und Gas

Urlauber am Strand - seit einiger Zeit erleben Reisebüros ihr Comeback.

Quelle: Julian Stratenschulte

Frankfurt/Main. Die Flut der Urlaubsangebote im weltweiten Netz befördert nach Einschätzung des Deutschen Reiseverbandes (DRV) die Renaissance klassischer Reisebüros.

"Ich glaube, viele Kunden fühlen sich bei der Bewertung der zahlreichen Angebote im Internet zunehmend überfordert und kehren aus dem Netz zurück", sagte der stellvertretende DRV-Präsident, Ralf Hieke, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Zahl der stationären Reisebüros stieg im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge - auf inzwischen 9880. Im Jahr 2013 waren es noch 9729. Der Umsatz kletterte um 3 Prozent auf den Rekordwert von 23,7 Milliarden Euro, obwohl der Online-Verkauf von Reisen weiter wächst.

Dem DRV zufolge liegt der Online-Anteil an den gebuchten Umsätzen inzwischen bei 35,5 Prozent, vor drei Jahren waren es noch 28,6 Prozent. Das Wachstum geht einer Studie der Forschungsgemeinschaft Reisen und Urlaub (FUR) zufolge vor allem auf das Konto von Individualreisenden, die früher ohne Vorausbuchungen in den Urlaub fuhren und jetzt im Netz bei Bahn, Airlines, Reiseveranstaltern, Online-Reisebüros oder Portalen wie Expedia.de reservieren.

Der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) stellt bei Online-Reisebuchungen einen starken Trend zur Individualisierung fest. Urlauber stellten sich einzelne Bestandteile wie Flüge und Übernachtung zunehmend selbst im Internet zusammen. Über den Onlinevertrieb boomten zudem Kurztrips von zwei bis vier Tagen. Laut FUR wurden 2015 rund 67 Prozent dieser Reisen online gebucht, so der VIR.

"Einzelbuchungen zum Beispiel für Flug oder Bahn sind seit Jahren in klassischen Reisebüros rückläufig", sagt auch Reisebüro-Inhaber Hieke. Online-Buchungsplattformen machten eher den Airlines oder der Bahn Konkurrenz als dem stationären Vertrieb. "Das Hauptgeschäft für den stationären Handel sind Pauschalreisen."

Obwohl die Beliebtheit von Kurztrips wächst - auch zu Lasten der Pauschalreise, sieht Hieke darin keine Gefahr für stationäre Reisebüros, die mit eigenen Online-Auftritten aufgerüstet haben. "Auch mittelfristig wird es eine große Anzahl von Reisebüros in Deutschland geben", ist er zuversichtlich.

Die meisten klassischen Reisebüros gehören nach Angaben des DRV zu Ketten, Franchisesystemen oder Kooperationen. Nur 620 sind unabhängig.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 158,73%
Structured Solutio AF 154,97%
Stabilitas PACIFIC AF 151,07%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr