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Rätsel über den Kurs der US-Notenbank

Konjunktur Rätsel über den Kurs der US-Notenbank

Die US-Notenbank will ihren angestrebten Kurs, noch in diesem Jahr die Leitzinsen zu erhöhen beibehalten. Doch reichen die konjunkturellen Signale aus, um das Ziel zu verwirklichen? Das Wachstum im dritten Quartal fiel erst einmal eher mau aus.

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Janet Yellen ist seit Anfang 2014 Chefin der US-Notenbank Federal Reserve.

Quelle: Michael Reynolds/Archiv

Washington. In den USA herrscht Räteselraten über den geldpolitischen Kurs der Notenbank Federal Reserve. Der Offenmarkt-Ausschuss der Fed hatte am Mittwoch den Leitzins auf dem historischen Tief nahe Null belassen - aber die Tür für eine Erhöhung im Dezember bewusst offengelassen.

Die am Donnerstag veröffentlichten Wachstumszahlen geben allerdings nicht unbedingt Anlass zu überschäumendem Optimismus. Das Wachstumstempo hat sich verringert, im dritten Quartal wuchs die größte Volkswirtschaft der Welt nur noch mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 1,5 Prozent, wie das Wirtschaftsministerium in Washington bekanntgab.

Das ist etwas weniger, als Analysten zuvor erwartet hatten. Im zweiten Quartal lag der Wert noch bei 3,9 Prozent. Das Ministerium begründete den deutlichen Rückgang mit einem Sondereffekt. Die Unternehmen hätten große Lagerbestände angehäuft und diese nun zunächst abgearbeitet. Im vierten Quartal werde allerdings mit einem höheren Wachstumstempo gerechnet.

Der Offenmarkt-Ausschuss der Fed, der sich am Mittwoch mit 9:1 Stimmen für die Beibehaltung des Zinsniveaus auf Rekordtief ausgesprochen hatte, will vor allem die Arbeitsmarktdaten und die Inflation im Auge behalten. Die Entwicklung der Wirtschaftsleistung hat aber Einfluss auf beide Indikatoren. Der geldpolitische Kurs der Fed hat weltweite Auswirkungen. Ein Zinserhöhung könnte vor allem für Schwellenländer teuer werden.

"Die Ausgaben der privaten Haushalte und die Investitionen der Unternehmen sind in den vergangenen Monaten solide gestiegen", hieß es am Mittwoch in der Mitteilung der Fed. Dagegen habe sich der Export eher flach entwickelt. "Das Tempo von Stellenzuwächsen hat sich vermindert und die Arbeitslosigkeit stagniert", heißt es in dem Statement weiter.

Der Dollar zeigte zuletzt etwa gegenüber dem Euro Stärke und würde im Falle einer Leitzinsanhebung wohl noch weiter zulegen. Am Abend nach der Zinsentscheidung fiel der Euro unter die Marke von 1,10 Dollar und verlor im Laufe des Donnerstags noch weiter. Die US-Börsen reagierten mit einer deutlichen Kurssteigerung.

Der Leitzins in den USA ist seit Ende 2008 auf dem Rekordtief. "Der Ausschuss hat heute seine Sichtweise bekräftigt, dass der derzeitige Zinssatz von 0 bis 0,25 Prozent (...) der richtige ist", teilte die Fed am Mittwoch mit. Von zehn Mitgliedern des Offenmarkt-Ausschusses stimmten neun für die vorläufige Beibehaltung des Zinsniveaus.

dpa

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