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Quantensprung für Batterieherstellung in Kamenz

Quantensprung für Batterieherstellung in Kamenz

Die Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge am Standort Kamenz steht vor dem lang ersehnten Quantensprung: Bis zum Jahre 2013 soll die Fertigungskapazität von derzeit jährlich 300.000 auf drei Millionen Lithium-Ionen-Zellen ausgebaut werden.

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Eine Mitarbeiterin der Li-Tec Battery in Kamenz präsentiert eine fertige Lithium-Ionen-Zelle.

Quelle: Evonik

Kamenz. Von uwe menschner

Dies erklärte Ruben Thiel, Pressesprecher der Evonik Industries AG, auf Anfrage. Der Essener Chemiekonzern ist hundertprozentiger Anteilseigner der Evonik Litarion, welche die Komponenten (Anode, Kathode und Separator) der Batteriezellen produziert. Diese baut die Li- Tec Battery, an der Evonik und die Daimler AG jeweils zur Hälfte beteiligt sind, zu Lithium-Ionen-Zellen zusammen. Die Deutsche Accumotive (90 Prozent Daimler, 10 Prozent Evonik) wiederum fertigt daraus die Batteriesysteme, die für den Einbau in Fahrzeuge - aktuell in den Smart fortwo electric drive - konzipiert sind. Dieser soll laut Thiel noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

"Auf diese Weise vereinigen wir die gesamte Wertschöpfungskette zur Produktion von Batteriesystemen für die Elektromobilität am Standort Kamenz", betont Thiel. Gegenwärtig beschäftigen die drei miteinander verbundenen Unternehmen 500 Mitarbeiter, deren Zahl noch deutlich anwachsen soll. Konkrete Angaben dazu kann Evonik zurzeit jedoch noch nicht machen. Auf der Karriereseite der Li- Tec Battery im Internet werden zum jetzigen Zeitpunkt 41 zumeist hoch qualifizierte Mitarbeiter gesucht.

Die in den Batteriesystemen eingesetzten großformatigen Lithium-Ionen-Batteriezellen werden auf Basis der von Evonik entwickelten Lithium-Ionen-Technologie produziert. "Herzstück dieser Technologie ist der keramische Separator, der die negative und die positive Elektrode voneinander trennt", so Henrik Hahn, der für Separator- und Elektrodenfertigung zuständige Geschäftsführer der Evonik Litarion. Der Qualitätsstandard dieser neuen Technologie ermögliche ein hohes Maß an Zellsicherheit, vergleichsweise große Reichweiten pro Akkuladung sowie eine hohe Zyklenbeständigkeit von bis zu 6000 und mehr Ladevorgängen. "Das ist ein großer Unterschied zu dem, was wir aus Consumer-Anwendungen wie Handy, Laptop und Co. kennen. Dort büßt die Zelle schon nach wenigen Hundert Ladevorgängen spürbar ihre Speicherfähigkeit ein", so Hahn.

Die Geschichte der Kamenzer Batterieproduktion unter Federführung von Evonik begann 2006 mit der Gründung der Li- Tec Battery GmbH & CO.KG. Sie siedelte sich auf dem Gelände der früheren lonity AG an, die sich ebenfalls die Entwicklung von für den Einsatz in Fahrzeugen geeigneten Batteriesystemen auf die Fahnen geschrieben hatte, daran jedoch gescheitert war.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.05.2012

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