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Pflegefälle nehmen um mehr als zwei Drittel in Sachsen zu

Pflegefälle nehmen um mehr als zwei Drittel in Sachsen zu

Die Zahl der Pflegefälle in Sachsen könnte einer Studie zufolge bis 2050 um mehr als zwei Drittel steigen. Sollte sich der optimistische Trend eines im Alter verbesserten Gesundheitszustands durchsetzen, sei hingegen von einem Zuwachs um knapp die Hälfte auszugehen, resümiert der Sozialexperte Bernd Raffelhüschen in der am Dienstagabend in Dresden vorgestellten Expertise.

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Pflegebedürftigkeit im Alter. (Bild: dpa)

Quelle: dpa

Die Studie wurde im Auftrag des Sozialministeriums vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg (Baden-Württemberg) erstellt. Sie enthält auch - bundesweit erstmals - eine Regionalisierung der Berechnungen auf der Ebene der Landkreise.

Die Studie geht landesweit von einer Zunahme der Pflegefälle auf rund 193 500 bis knapp 225 000 aus - je nachdem, ob entsprechende Gegenmaßnahmen greifen. Besonders in den Städten Dresden und Leipzig sowie dem Vogtlandkreis und den Landkreisen Görlitz, Nordsachsen, Bautzen und Leipzig werde die Zahl der Pflegefälle stark anwachsen. Die Auslastungsquote der stationären Pflegeeinrichtungen landesweit steige im günstigsten Fall um 61 Prozent, im ungünstigsten Fall werde sie sich verdoppeln. Beim Ausbau der ambulanten Pflege geht die Expertise von einem Anstieg um nur ein Drittel bei Heimplätzen aus.

Mit der deutlichen Anpassung des Ost-Rentenniveaus nach unten werde sich die Zahl der Grundsicherungsempfänger um 204 Prozent im günstigsten und 320 Prozent im ungünstigsten Fall erhöhen. Die Kosten für Grundsicherung im Alter und Hilfe zur Pflege summierten sich laut Studie dann auf bis zu 334 Millionen Euro. Derzeit sind es 84 Millionen Euro. Gelinge es, die Zahlung der Grundsicherung an den Bund abzugeben, werde der Etat 2050 mit weniger als der Hälfte belastet. Sozialministerin Christine Clauß (CDU) plädierte angesichts dieser Prognosen erneut für eine solide, solidarische und soziale Reform der Pflegeversicherung.

dpa

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