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Ölriese BP: Energieverbrauch zieht langfristig stark an

Energie Ölriese BP: Energieverbrauch zieht langfristig stark an

Die großen Ölfirmen klagen, der Preisverfall des "schwarzen Goldes" setzt ihnen zu. BP glaubt: Langfristig werde es wieder besser, die Nachfrage nach fossilen Energien sogar kräftig steigen.

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Die Welt wird nach Einschätzung des britischen Rohstoffriesen BP in 20 Jahren rund ein Drittel mehr Energie verbrauchen als heute.

Quelle: Bernd Thissen/Archiv

London. Die Welt wird nach Einschätzung des britischen Rohstoffriesen BP in 20 Jahren rund ein Drittel mehr Energie verbrauchen als heute. Das entspreche einem jährlichen Anstieg von rund 1,4 Prozent, sagt der Ölmulti in einer Studie voraus.

Man dürfe sich durch den derzeitigen Preisverfall beim Erdöl nicht beirren lassen, meinte BP-Chef Bob Dudley. "Es ist nicht nur wichtig, sich an die gegenwärtig harten Bedingungen anzupassen, sondern sich auch auf die nächste Serie von Herausforderungen vorzubereiten", erklärte er mit Blick auf den aus Sicht des Konzerns langfristig steigenden Bedarf. Der Energiesektor denke in langen Zeiträumen.

Der aktuelle Nachfrage- und Preiseinbruch bei gleichzeitiger Überproduktion in mehreren Förderländern könnte "für einige Zeit andauern, aber nicht für immer", prognostizierte Dudley. Der Einbruch "ist nicht der erste und wird nicht der letzte sein". Auch 2016 dürfte ein "hartes Jahr" werden, sagte er zu den massiven Gewinneinbrüchen in der Ölindustrie.

Der langfristige steigende Energiebedarf werde durch das weltweite Bevölkerungswachstum und durch eine steigende Wirtschaftskraft vor allem in China und Indien getragen. Die globale Bevölkerung werde um 1,5 Milliarden auf 8,8 Milliarden Menschen anwachsen, die weltweite Wirtschaftsleistung dürfte sich verdoppeln, schätzt BP.

Zwar würden auch in Zukunft fossile Brennstoffe mit rund 60 Prozent den Löwenanteil zur globalen Energieversorgung beitragen, heißt es im "Energy Outlook 2035" weiter. Doch der Mix dürfte sich ändern: Der Anteil der Energie mit intensivem Kohlenstoffverbrauch werde sich insgesamt deutlich verringern. Am stärksten dürfte dennoch Erdgas zunehmen (1,8 Prozent pro Jahr), Öl um jährlich 0,9 Prozent.

Zugleich mahnte Dudley weitere Schritte zur Verringerung des Ausstoßes von Kohlenstoffverbindungen wie CO2 an. Am stärksten würden mit 6,6 Prozent pro Jahr die erneuerbaren Energien wachsen, einschließlich Biokraftstoffen. Dieser Anteil werde sich in den nächsten 20 Jahren von derzeit drei auf neun Prozent steigern.

Die Zunahme beim Kohlenstoff-Ausstoß dürfte sich in den nächsten 20 Jahren im Vergleich zur Vergangenheit etwa halbieren - von derzeit 2,1 Prozent auf 0,9 Prozent pro Jahr. Ausdrücklich bezeichnete BP das Klima-Abkommen von Paris vom Dezember als entscheidenden Schritt.

dpa

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