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Ölpreisverfall drückt BP in rote Zahlen

Energie Ölpreisverfall drückt BP in rote Zahlen

Der niedrige Ölpreis macht dem Ölmulti BP weiter heftig zu schaffen. Doch der Verlust fällt geringer aus als befürchtet und die Börse goutiert das.

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BP hatte bereits Sparmaßnahmen eingeleitet, Stellenstreichungen angekündigt und auch die Investitionen zurückgefahren.

Quelle: Andy Rain

London. Der britische Ölkonzern BP hat im ersten Quartal erneut rote Zahlen geschrieben. Unterm Strich stand ein Minus von 583 Millionen US-Dollar (umgerechnet 518 Millionen Euro), teilte der Aral-Mutterkonzern mit.

In die roten Zahlen führte vor allem der niedrige Ölpreis. Doch auch die Folgen der Deepwater-Horizon-Katastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010 machen dem Ölriesen zu schaffen. Dennoch sieht sich BP auf einem guten Weg, denn die Verluste sind nicht ganz so schlimm wie befürchtet.

"Trotz der schwierigen Umstände nähern wir uns unserem Ziel, Ausgaben und Einnahmen wieder anzugleichen", sagte BP-Chef Bob Dudley einer Pressemitteilung zufolge. Das vergangene Jahr hatte mit dem höchsten Verlust seit 20 Jahren geendet. 5,2 Milliarden US-Dollar hatte der Konzern damals verschmerzen müssen, davon allein 3,3 Milliarden US-Dollar im letzten Quartal. Im ersten Quartals des Vorjahres hatten noch Gewinne in Höhe von 2,6 Milliarden gestanden.

Beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn blieb BP in den ersten drei Monaten 2016 überraschend in den schwarzen Zahlen: Diese Gewinngröße lag bei 532 Millionen Dollar - ein Rückgang um 80 Prozent zum Vorjahr. Analysten hatten hier aber mit einem Verlust von rund 245 Millionen gerechnet. Die BP-Aktie legte an der Londoner Börse am Vormittag um mehr als drei Prozent zu.

Noch vor knapp zwei Wochen hatte BP-Chef Dudley selbst in den Schlagzeilen gestanden, als eine Mehrheit der Aktionäre auf der Hauptversammlung seine Ansprüche auf rund von 14 Millionen Pfund (17,6 Millionen Euro) als Vergütung für das katastrophale Geschäftsjahr 2015 zurückwiesen. Das Votum war zwar nicht bindend, aber für den BP-Vorstand trotzdem ein deutlicher Schlag ins Gesicht.

Die Aktionäre sollen für das erste Jahresviertel wie erwartet eine Dividende von 10 Cent je Aktie erhalten. Der Ölpreis ist seit Mitte 2014 auf Talfahrt und setzt alle Ölunternehmen weltweit unter Druck. Im ersten Quartal rutschte der durchschnittliche Preis für ein Barrel der Sorte Brent auf 34 US-Dollar. BP hat deshalb bereits Sparmaßnahmen eingeleitet, Stellenstreichungen angekündigt und auch die Investitionen zurückgefahren.

dpa

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