Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Ökostrom für griechische Inseln - Gabriel will helfen

Energie Ökostrom für griechische Inseln - Gabriel will helfen

Sonne, Meer und Dieselduft: Griechenland-Urlauber würden auf Letzteres sicher gern verzichten. Nun wollen deutsche Firmen dabei helfen, dass viele griechische Inseln in Sachen Stromerzeugung grün werden.

Voriger Artikel
Medien: Apple hat Interesse an Jay Z's Streamingdienst Tidal
Nächster Artikel
Jobverlust bleibt Hauptauslöser für Überschuldung

Sauberer Strom aus Windenergie: Auf mehr als 30 griechischen Inseln wird Strom noch mit alten dieselgeneratoren erzeugt.

Quelle: Patrick Pleul

Athen. Mit deutscher Hilfe sollen griechische Urlaubsinseln sich künftig selbst mit Ökostrom versorgen können - ein kleiner Beitrag, damit das überschuldete Euro-Land aus der Krise kommt.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte am Freitag bei einer Energie-Konferenz in Athen, eine Eigenversorgung der Inseln mit Wind-, Solar- oder Biogasanlagen sei auch eine sinnvolle Sache für den Klimaschutz: "Jedes gute Beispiel ist zehn Mal mehr wert als theoretische Diskussionen."

Von den 53 griechischen Inseln mit über 1000 Einwohnern sind nach Branchenangaben bislang nur 21 an das landesweite Stromnetz angeschlossen. Auf mehr als 30 Inseln wird Strom noch mit alten, schmutzigen Dieselgeneratoren erzeugt.

Als Musterbeispiel für eine Versorgung nahezu komplett mit Ökostrom gilt die Ägäis-Insel Tilos in der Nähe von Kos. Dort leben 500 Menschen. Mit dem Aufbau eines intelligenten Speicher- und Leitungsnetzes sollen sie sich künftig zu 80 Prozent selbst mit grünem Strom versorgen können.

An dem Projekt ist unter anderem das Berliner Software-Haus Younicos beteiligt. Bei Finanzierungen will die Staatsbank KfW helfen, die für einen griechischen Wachstumsfonds 100 Millionen Euro gibt.

Gabriel hat Vertreter mehrerer Firmen aus der deutschen Wind- und Solarindustrie mit nach Griechenland genommen. So sind mehrere neue Windparks geplant, allerdings stocken manche Projekte wegen Problemen mit den Behörden. Frühere Pläne für einen Export griechischen Solar- und Windstroms über Stromkabel nach Zentraleuropa haben sich aus Kosten- und Effizienzgründen dagegen zerschlagen.

Mit dem griechischen Energieminister Panos Skourletis vereinbarte Gabriel am Freitag eine engere Zusammenarbeit bei den erneuerbaren Energien. Zum Ökostrom gebe es keine Alternative mehr: "Nichts ist teurer als ein neues Atomkraftwerk."

Keine andere Energieerzeugung sei preiswerter als Investitionen in Windenergie und Photovoltaik. Deutschland habe eine lange, teure Lernkurve beim Ausbau der Erneuerbaren machen müssen - andere wie Griechenland könnten nun von gesunkenen Preisen profitieren.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 17,92 +3,37%
BAYER 93,10 +2,99%
THYSSENKRUPP 24,07 +2,11%
RWE ST 11,19 -4,51%
E.ON 6,35 -2,02%
MÜNCH. RÜCK 175,60 -1,04%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 165,03%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,00%
Polar Capital Fund AF 103,34%
Fidelity Funds Glo AF 92,98%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr