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Ökonomen uneins: Flüchtlingsstrom Chance oder Überforderung?

Konjunktur Ökonomen uneins: Flüchtlingsstrom Chance oder Überforderung?

Der Chefökonom der Deutschen Bank sieht im aktuellen Flüchtlingszustrom eine Chance für das alternde Deutschland. Denn hierzulande würden die Arbeitskräfte knapp, die wirtschaftliche Dynamik drohe zu erodieren, betonte David Folkerts-Landau in einer Analyse.

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Flüchtlinge warten in Simbach am Inn auf den Grenzübertritt nach Deutschland.

Quelle: Angelika Warmuth

Frankfurt/Main. "Ohne Zuwanderung würde das Wirtschaftswachstum in den nächsten 10 Jahren von derzeit im Schnitt etwa 1,5 Prozent auf nur noch 0,5 Prozent pro Jahr fallen. Das per Umlage finanzierte Rentensystem in der heutigen Form wäre ohne drastische Einschnitte kaum aufrechtzuerhalten."

Allerdings ist unter Ökonomen umstritten, ob die Menschen, die derzeit vor allem aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak nach Deutschland kommen, angesichts der oft geringen Bildung hierzulande überhaupt eine Chance auf Beschäftigung haben.

"Hoffnungen, die aktuelle Flüchtlingswelle könnte die wirtschaftlichen Folgen des demografischen Problems in Deutschland nennenswert lösen, werden sich wohl als Illusion erweisen", betont etwa Ökonom Jörn Quitzau vom Bankhaus Berenberg. Die Krisen dieser Welt ließen ganz überwiegend andere Menschen wandern als die, die von den alternden Industrienationen benötigt würden.

Zudem kommen auf Deutschland enorme Kosten zu. Die Commerzbank schätzt die direkten zusätzlichen Aufwendungen des Staates etwa für Ernährung, Unterkunft, Heizung oder Kleidung der Flüchtlinge auf rund 7 Milliarden Euro im laufenden und 17 Milliarden Euro im kommenden Jahr. Hinzu kämen Aufwendungen etwa für zusätzliche Stellen für Lehrer, Erzieher oder Sozialarbeiter.

dpa

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