Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Nervosität in der Wirtschaft wächst - Ifo-Index fällt deutlich

Konjunktur Nervosität in der Wirtschaft wächst - Ifo-Index fällt deutlich

Eigentlich läuft die deutsche Konjunktur rund - doch die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die Wachstumsschwäche in den Schwellenländern machen viele Unternehmen nervös.

Voriger Artikel
VW-Chef Müller: Wollen in den USA Renaissance erleben
Nächster Artikel
Stiftungen trotzen Niedrigzinsen - Deutlicher Zuwachs

Montage von Windkraftanlagen in Rostock: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich weiter eingetrübt.

Quelle: Jens Büttner/Illustration

München. In der deutschen Wirtschaft wächst die Furcht vor einer Konjunkturabkühlung. Im Februar gab der Ifo-Geschäftsklimaindex zum dritten Mal in Folge nach von 107,3 Punkten im Januar auf 105,7 Punkte.

Dies teilte das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Dienstag in München mit. Drei Rückgänge des Konjunkturbarometers in Folge werden traditionell als Abschwungsignal gedeutet. "Die Sorgen der deutschen Wirtschaft werden größer, insbesondere in der Industrie", erklärte der scheidende Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Ihre aktuelle Lage schätzten die rund 7000 befragten Firmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie aus der Bauwirtschaft im Februar leicht besser ein. Der entsprechende Index stieg von 112,5 auf 112,9 Punkte. Der Blick in die Zukunft fiel allerdings deutlich pessimistischer aus: Der Erwartungsindex rutschte von 102,3 auf 98,8 Punkte. Experten hatten zwar mit einem neuerlichen Rückgang des Ifo-Index gerechnet, aber einen weniger deutlichen Dämpfer erwartet.

Besonders groß sind die Zukunftssorgen derzeit in der Industrie. Hier zeigte sich nach Angaben der Ifo-Forscher der stärkste Rückgang der Erwartungen seit November 2008. Aber auch im Einzel- und im Großhandel trübte sich die Stimmung ein.

Einige Banken-Volkswirte sehen derzeit aber keinen Grund für allzu große Konjunktursorgen. Angesichts der weiterhin hoch ausgelasteten Wirtschaft in Deutschland und der intakten Binnennachfrage sei die Furcht vor einem Abschwung "etwas übertrieben", erklärte Stefan Kipar von der BayernLB. Auch KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner betonte: "Etwas mehr Gelassenheit wäre angezeigt." Die deutsche Wirtschaft sei in allen vier Quartalen des vergangenen Jahres mit erstaunlich stabilen Raten gewachsen "und dürfte dies auch weiterhin tun", so Zeuner.

Skeptischer ist Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Der neuerliche Rückgang des Ifo-Index signalisiere einen Abschwung in der Industrie. Viele Experten müssten deshalb wohl ihre Wachstumserwartungen für Deutschland und wohl auch für den Euroraum nach unten korrigieren.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 142,96%
AXA IM Fixed Incom RF 139,36%
Polar Capital Fund AF 103,07%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr