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Nach dem Brexit: Auf der Suche nach sicheren Geldanlagen

EU Nach dem Brexit: Auf der Suche nach sicheren Geldanlagen

Deutsche Staatsanleihen sind begehrt, der Goldpreis schießt in die Höhe. Nach dem Brexit-Votum flüchten Anleger in als sicher geltende Häfen. Das dürfte Finanzminister Schäuble freuen.

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Nach dem Brexit-Votum flüchten Anleger in als sicher geltende Häfen wie Gold.

Quelle: Sven Hoppe

Frankfurt/Main. Anleger auf der Flucht: Nach dem Brexit-Votum haben Investoren am Freitag ihr Heil in als sicher geltenden Anlagen wie Gold oder deutsche Staatsanleihen gesucht.

Der Goldpreis schoß auf bis zu 1358 Dollar je Feinunze (31 Gramm) in die Höhe. Es war der höchste Stand seit Sommer 2014. Allein britische Internetnutzer googelten sechsmal häufiger "Gold kaufen" als sonst, wie eine Trend-Auswertung des Internet-Konzerns ergab.

In Deutschland fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf ein Rekordtief von minus 0,17 Prozent. Eine Rendite unter Null bedeutet, dass sich der Staat Geld leihen kann, ohne dafür Zinsen zahlen zu müssen.

Im Gegenteil: Er bekommt von den Gläubigern dafür sogar eine Art Gebühr bezahlt. Bereits vergangene Woche war die Rendite der wichtigsten Bundesanleihe ins Minus gerutscht, am Freitag ging es weiter abwärts.

Gefragt waren in Europa auch Staatsanleihen der Schweiz, Frankreichs und der Niederlande. Dagegen verabschiedeten sich Anleger aus südeuropäischen Staatspapieren. Die Kurse griechischer, portugiesischer, italienischer und spanischer Anleihen zeigten nach unten.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht die größten Konjunkturrisiken nach dem Brexit für Länder wie Italien, "die nach wie vor tief in der Krise sind und noch tiefer in die Krise geraten könnten".

Auch an den Devisenmärkten suchten Anleger ihr Heil in sicheren "Fluchtwährungen" wie dem japanischen Yen oder dem Schweizer Franken. Die Schweizer Notenbank griff nach eigenen Angaben ein, um den Kurs der Landeswährung zu stabilisieren. Ein zu starker Franken ist den Schweizern schon lange ein Dorn im Auge. Denn dadurch werden Exporte aus der Schweiz und Reisen in das Land teuerer.

Von der Unsicherheit der Anleger profitierte auch das Edelmetall Silber. Der Preis legte bis auf 18,3 Dollar je Feinunze zu. Das war der höchste Stand seit Anfang 2015.

Auch Immobilien gelten in unruhigen Zeit vielen Anlegern als begehrtes Investment. Mit einem Kursrückgang von 1,4 Prozent zählte die Aktie des Immobilienkonzerns Vonovia am Freitagmittag zu den Dax-Werten, die am geringsten unter den Turbulenzen an der Börse litten.

dpa

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