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Magere Ernte macht Bauernzu schaffen - Sachsen plant trotzdem keine Sonderhilfe

Magere Ernte macht Bauernzu schaffen - Sachsen plant trotzdem keine Sonderhilfe

Sachsen plant keine zusätzlichen Hilfen für Bauern, die in den vergangenen Wochen unter der Dürre gelitten haben. "Es gibt bereits jetzt Möglichkeiten, in Not geratene Landwirte zu unterstützen", sagte Agrarminister Thomas Schmidt (CDU) gestern in Dresden.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Er wolle nicht in Abrede stellen, dass es einzelne Betriebe hart getroffen hat: "Da muss man immer den Einzelfall betrachten. Ein weiteres allgemeines Programm für alle wird es jedoch nicht geben."

Schmidt zufolge haben die sächsischen Landwirte in diesem Jahr sogar insgesamt eine überdurchschnittliche Ernte von hoher Qualität eingefahren: "Es gibt Betriebe beispielsweise im Erzgebirge, die ihre bislang höchste Ernte hatten. Und es gibt Betriebe etwa in Nordsachsen, die stark unter der Dürre zu leiden haben", sagte der Minister. Das mache sich nicht nur bei Getreide und Raps bemerkbar, sondern auch bei Mais und Grünland. Man müsse nun sehen, ob der flächendeckende Regen noch etwas auf dem Grünland bewege.

Der Minister verwies auf existierende Hilfsangebote bei Naturkatastrophen und widrigen Witterungsbedingungen: "Wenn die Erträge des Betriebes 30 Prozent unter dem Schnitt der letzten Jahre liegen, kann der Landwirt Zuschüsse beantragen." Das Programm sei aber nicht dafür gedacht, Mindererträge bei der Ernte vollständig auszugleichen.

In Sachsen-Anhalt sind die Einbußen bei der Ernte von Getreide und Raps in diesem Jahr trotz extremer Hitze und Trockenheit geringer ausgefallen als befürchtet. "Wir haben da noch mal Glück gehabt, das hatten wir so nicht erwartet", sagte der Präsident des Landesbauernverband, Frank Zedler, gestern in Querfurt (Saalekreis). Die Ernteerträge lägen nach dem Rekordjahr 2014 nur etwa 10 bis 15 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Pflanzen und Böden hätten die Dürre gut weggesteckt, überraschend gut sei die Wintergerste gewachsen. Rund eine Million Hektar Fläche werden in Sachsen-Anhalt derzeit als Acker bewirtschaftet. Weizen ist mit gut 320 000 Hektar die wichtigste Anbaukultur, gefolgt von Raps.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.08.2015

dpa

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