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Lufthansa erholt sich schnell vom abgebrochenen Pilotenstreik

Tarife Lufthansa erholt sich schnell vom abgebrochenen Pilotenstreik

Nach der Bruchlandung ihrer streikenden Piloten vor Gericht fliegt die Lufthansa wieder ihr übliches Programm. Die Vereinigung Cockpit muss sich nach dem Streikabbruch erst noch neu sortieren.

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Nach zwei Streiktagen will die Lufthansa wieder den Normalbetrieb aufnehmen. Das Landesarbeitsgericht in Frankfurt hatte den Ausstand der Piloten im laufenden Tarifkonflikt untersagt.

Quelle: Daniel Reinhardt

Frankfurt/Main. Die Lufthansa hat sich schnell von dem am Mittwoch abgebrochenen Pilotenstreik erholt.

Es wurde am Donnerstag ein nahezu komplettes Programm geflogen, teilte die Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit wollte sich zunächst nicht dazu äußern, wie es nach dem Gerichtsurteil gegen den Streik im Tarifkonflikt mit der Lufthansa weitergeht.

"Wir müssen die neue Situation in Ruhe bewerten", sagte VC-Sprecher Markus Wahl. Das werde auf Grundlage der schriftlichen Urteilsgründe innerhalb der Tarifkommission wie auch mit den Mitgliedern geschehen.

Einen zeitlichen Rahmen für neuerliche Beschlüsse könne er nicht nennen. Damit bleibt zunächst unklar, ob und gegebenenfalls wann die VC zu weiteren Pilotenstreiks bei der Lufthansa aufruft. Das Unternehmen signalisierte hingegen erneut Verhandlungsbereitschaft.

Das Hessische Landesarbeitsgericht hatte am Mittwoch auf Antrag der Lufthansa den 13. Pilotenstreik überraschend per einstweiliger Verfügung gestoppt, weil die VC mit dem Arbeitskampf tariffremde Ziele verfolgt habe. Konkret geht es um Pläne des Managements, Flugzeuge der neuen Billigschiene "Eurowings" im Ausland mit geringer bezahlten Piloten zu betreiben. Die VC hatte verlangt, die Pläne für die Zeit der Tarifverhandlungen zu stoppen. Das Gericht sah darin ein unzulässiges Streikziel.

Lufthansa bekräftigte, dass man nach der Entscheidung eine Schadensersatzklage gegen die VC auch für diese Streikrunde prüfe, bei der an zwei Tagen mehr als 1000 Flüge ausgefallen waren. Dazu sei man gegenüber den Aktionären verpflichtet.

Eine ähnliche Klage über 60 Millionen Euro sei bereits wegen der ersten Streikrunde über drei Tage im April 2014 beim Arbeitsgericht Frankfurt eingereicht worden, erklärte ein Sprecher. Die Schadenshöhe der am Mittwoch abgebrochenen Streikrunde hat Lufthansa noch nicht beziffert. Nach den Erfahrungen aus den vorangegangenen Pilotenstreiks könnten erneut über 30 Millionen Euro zusammenkommen.

Der Flugbetrieb der Lufthansa hat sich am Tag nach Streikende wieder normalisiert. "Wir können unseren Kunden wieder den normalen Flugplan anbieten", sagte eine Sprecherin der Airline am Donnerstag in Frankfurt. Der Ausstand war gerichtlich zwar bereits am Mittwochmittag gestoppt worden. Doch die Airline konnte ihre Crews nicht so schnell zusammenrufen, so dass sie erst am Donnerstag wieder eingesetzt wurden.

dpa

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