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Lufthansa: Hoffnung auf Absage des Flugbegleiter-Streiks

Tarife Lufthansa: Hoffnung auf Absage des Flugbegleiter-Streiks

Schon wieder Streik oder neue Gespräche? Bei der Lufthansa laufen die Bemühungen auf Hochtouren, den erneuten Arbeitskampf der Flugbegleiter noch zu verhindern. Die Chancen stehen nicht schlecht.

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Die Gewerkschaft Ufo hatte am Montag die Flugbegleiter für diesen Donnerstag und Freitag zu einem erneuten Ausstand aufgerufen.

Quelle: Peter Kneffel/Archiv

Frankfurt/Main. Bei der Lufthansa keimt die Hoffnung, dass der für diese Woche angedrohte Advent-Streik der Flugbegleiter doch noch abgesagt wird.

Die Gewerkschaft Ufo hat heute erst einmal darauf verzichtet, den genauen Umfang des für Donnerstag und Freitag angekündigten Arbeitskampfes festzulegen. Grund seien Gespräche mit dem Lufthansa-Vorstand, um die Lage zu deeskalieren, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn das zum Erfolg führt, könnten wir die Streiks absagen."

Über den Inhalt der Gespräche wollte der Gewerkschafter nichts sagen. Sie seien auch noch nicht abgeschlossen. "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagte Baublies. Näheres könne voraussichtlich am Mittwoch mitgeteilt werden. Die Lufthansa wollte sich zum Stand der Gespräche nicht äußern.

Am Montag hatte Ufo knapp zwei Wochen nach dem bislang härtesten Arbeitskampf in der Geschichte des Unternehmens die Flugbegleiter zur erneuten Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die Gewerkschaft kündigte Ausstände zunächst für diesen Donnerstag und Freitag (26./27. November) an, die gegebenenfalls auch auf Montag, den 30. November, verlängert werden könnten. Nur das Wochenende des 1. Advent sollte sicher streikfrei bleiben.

Ufo hatte den abermaligen Streikaufruf damit begründet, dass bei ihr kein verbessertes Angebot zur Alters- und Übergangsversorgung für die rund 19 000 Lufthansa-Flugbegleiter eingegangen sei.

Ein anderer Weg zur Befriedung der Situation wäre ein nochmaliger Anlauf zu einem Spitzengespräch der Lufthansa mit allen drei Gewerkschaften im Unternehmen. Ein erster Versuch des Lufthansa-Managements war an Differenzen über dort anstehende Themen gescheitert. Sowohl Ufo als auch die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatten ihre Teilnahme wegen angeblicher Vorfestlegungen verweigert. Verdi wollte hingegen teilnehmen.

Ufo hatte erst am 13. November einen einwöchigen Streik beendet, bei dem rund 4700 Flüge ausgefallen waren. Betroffen waren etwa 550 000 Passagiere. Zuvor hatten die Piloten der Lufthansa in bislang 13 Runden seit April 2014 gestreikt. Es geht bei beiden Berufsgruppen offiziell um die Früh- und Betriebsrenten, die Lufthansa kürzen und in der Systematik umstellen will. Im Hintergrund geht es aber auch um die Auswirkungen des Konzernumbaus, mit dem Arbeitsplätze zur Billigtochter Eurowings und ins Ausland verlagert werden.

dpa

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