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Leiser und Schuhhof pleite - Filialnetz soll gerettet werden

Leiser und Schuhhof pleite - Filialnetz soll gerettet werden

Die Schuhhandelskette Leiser und die Schwesterfirma Schuhhof haben einen Insolvenzantrag gestellt, weil ihnen die Zahlungsunfähigkeit droht.

Augsburg/Dresden .

Bis zum 23. Juni müsse das Unternehmen einen Insolvenzplan vorlegen, sagte ein Sprecher des Augsburger Amtsgerichts gestern. Solange führe es die Geschäfte eigenverantwortlich weiter.

Leiser und der Schuhhof haben bundesweit rund 130 Filialen und knapp 1400 Mitarbeiter - auf Leiser entfallen derzeit fast 860, auf die Leiser-Holding rund 130 und auf Schuhhof circa 400 Angestellte. In Sachsen sind von der Pleite 17 Fachgeschäfte betroffen, allein in Dresden ist "Leiser" dreimal vertreten, Schuhhof viermal. Die Filialleiter sind gestern bereits informiert worden, erfuhren die DNN.

Die Leiser Handelsgesellschaft mbH und die Schuhhof GmbH gehören zur Bahner-Gruppe in Augsburg. Deren Geschäftsführer Steffen Liebich will eine Sanierung über die Planinsolvenz hinbekommen. Eine solche Insolvenz funktioniert nach dem Vorbild des US-amerikanischen "Chapter 11" und bedeutet, dass die Firma während des Verfahrens vor den Gläubigern Ruhe hat.

Die Bahner-Gruppe hat es trotz diverser Anstrengungen nicht geschafft, ihre Ketten profitabel zusammenzuführen. Das rächt sich nun: Die Banken verweigern neue Kredite. Geld aber, so Liebich, sei dringend nötig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Es müssten zum Beispiel neue Kassensysteme angeschafft werden. Liebich versprach, alles zu tun, um die Mitarbeiter und Standorte zu halten.

Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago zufolge hat das nicht tarifgebundene Unternehmen bei den zuständigen Arbeitsagenturen bereits Antrag auf Insolvenzausfallgeld gestellt. Die Gewerkschaft schätzt die Zahl der Betroffenen Mitarbeiter in Mitteldeutschland auf rund 600. Die Bahner-Gruppe habe sich bei der Bezahlung an geltende Tarife angelehnt, doch in den vergangenen Jahren seinen Angestellten immer wieder auch Zugeständnisse abverlangt. Leiser und Schuhhof stünden von allen Seiten unter Druck - sowohl von Billiganbietern wie auch von Edel-Ketten oder moderner auftretenden Wettbewerbern. Allerdings zeige sich, so der Gewerkschafter gegenüber DNN, dass Sparen bei den Beschäftigten kein Weg sei, um ein Unternehmen tatsächlich aus der Krise zu führen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.03.2012

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