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Lebensmittelbranche vor "Anuga": Preise steigen leicht

Lebensmittel Lebensmittelbranche vor "Anuga": Preise steigen leicht

Die Ernährungsindustrie knabbert an sinkenden Umsätzen und starkem Konkurrenzdruck. Beim Preis besteht kaum Luft nach oben, der Verbraucher muss nicht mit hohen Steigerungen rechnen. Vor der weltgrößten Ernährungsmesse "Anuga" auch Einblicke in neue Trends.

Köln. Die Preise für Lebensmittel werden nach Angaben der Ernährungsbranche auch 2016 nur leicht steigen. Die Anhebung sei schon aktuell "kaum spürbar" und werde 2015 unter einem Prozent bleiben.

Das berichtete der Bundesverband des Lebensmittelhandels (BVLH) in Köln vor der weltgrößten Ernährungsmesse "Anuga" ab 10. Oktober. Die Industrie hat an einer schwachen Bilanz zu knabbern: Real sei der Umsatz im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent gesunken, nominal um 4,4 Prozent - auf knapp 82 Milliarden Euro.

Der Inlandsmarkt sei gesättigt und hart umkämpft. Umso wichtiger werden die Ausfuhren. "Wir brauchen den Export, um unsere Stärke zu halten (...), im Inland allein werden wir es nicht wuppen", betonte Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE). Im Inland hatten die 5800 Betriebe mit 560 000 Beschäftigten dabei ein nominales Umsatzminus von 6,5 Prozent im ersten Halbjahr zu verdauen. Der Export schaffte einen minimalen Zuwachs auf gut 26 Milliarden Euro und steuert inzwischen fast ein Drittel zum Gesamtumsatz bei.

Positiv ist laut BVE aber, dass die Verbraucher öfter bereit sind, für hochwertige Lebensmittel mehr Geld auszugeben. Das bestätigte auch der Handel, der mit 108 Milliarden Euro immerhin auf ein leichtes nominales Umsatzplus von 1,8 Prozent für die ersten sechs Monate 2015 kam. Gutverdiener mit einem monatlichen Einkommen von 3600 bis 5000 Euro investieren laut BVLH-Hauptgeschäftsführer Franz-Martin Rausch im Schnitt 382 Euro in Lebensmittel, zweieinhalb Mal mehr als Geringverdiener. 

Umsatzpotenziale im Inland sieht die Branche bei Unterwegs-Verpflegung und neuen Gastronomiekonzepten - etwa To-Go-Shops an Bahnhöfen und in Einkaufspassagen oder Restaurant-Inseln im Supermarkt. Der Verzehr außer Haus lege zu, vor allem Frühstück und Mittagessen nehmen immer weniger Menschen daheim zu sich. 

Zur "Anuga 2015" kommt eine Rekordzahl von mehr als 7000 Anbietern aus 108 Ländern, Partnerland ist diesmal Griechenland. Neben vegetarischen Angeboten und fair gehandelten Erzeugnissen liege vegane Kost voll im Trend, schilderte die Koelnmesse. Schon eine Million Menschen in Deutschland ernähren sich vegan, verzichten also vollständig auf jegliche tierische Produkte. 

dpa

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