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Länder wollen mehr Transparenz bei Finanz-Vergleichsportalen

Verbraucher Länder wollen mehr Transparenz bei Finanz-Vergleichsportalen

Bei der Auswahl von Finanzprodukten nutzen Verbraucher zunehmend Vergleichsportale im Internet. Auf den Internetseiten kann man Anbieter dann auch gleich auswählen, die Portale kassieren dafür Provisionen. Nicht nur Länder dringen auf mehr Transparenz.

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Auf Vergleichswebsites wie Check24 oder Verivox können Nutzer die Konditionen von Finanzprodukten miteinander vergleichen – und dann auch gleich einen Anbieter auswählen.

Quelle: Matthias Balk

Berlin. Große Vergleichsportale zu Finanzprodukten sollen per Gesetz zu mehr Transparenz gezwungen werden. Auf eine entsprechende Offenlegungspflicht für Portalbetreiber pocht auf Initiative Hessens der Bundesrat.

Interessenskonflikte, die etwa durch Provisionen von Finanzdienstleistern an die Betreiber von Vergleichsportalen entstehen, könnten so vermieden werden, bestätigte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) auf Anfrage. Auch Gerichte beschäftigen sich inzwischen mit der Transparenz von Vergleichsportalen.

Nach Darstellung des "Handelsblatts" sollen die Portalbetreiber künftig die Provisionen offenlegen, die sie von den Produktanbietern kassieren. Der Bundesrat wolle einen entsprechenden Passus in einen Gesetzesentwurf zur Regulierung von Bankkonten integrieren. Auch Versicherungsvertreter beklagen, dass manches Vergleichsportal nicht klar darauf hinweist, dass es als Makler agiere und Provisionen kassiere.

Schäfer betonte, es müsse für Nutzer klar sein, nach welchen Suchfiltern Vergleichsergebnisse angezeigt werden: "Auch im Sinne eines fairen Wettbewerbs zwischen den Anbietern von Zahlungskonten sollten wir diesen Weg gehen."

Auf Vergleichswebsites wie Check24 oder Verivox können Nutzer die Konditionen von Finanzprodukten miteinander vergleichen – und dann auch gleich einen Anbieter auswählen. Für diesen Vermittlungsservice erhalten die Portale von Banken und Versicherern Provisionen.

Gegen das Online-Portal Check24 gehen inzwischen Versicherungsvertreter juristisch vor. Am kommenden Mittwoch (24. Februar) beschäftigt sich das Landgericht München mit einer Klage.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskauflaute wirft Check24 Irreführung der Verbraucher vor. Check24 stelle sich zwar als verbraucherfreundliches Preisvergleichsportal dar. Tatsächlich handele es sich aber wie auch bei anderen Anbietern um ein Vermittlungsportal, das wie ein Makler arbeite und beim Vertragsabschluss Provisionen von den Versicherungen kassiere. Dies sei auf den ersten Blick für die Verbraucher jedoch nicht erkennbar.

Mit der Klage strebt der Verband der Versicherungskaufleute einen Musterprozess an, der auch Auswirkungen auf andere Vergleichsportale haben könnte. Vor allem in der Auto-Versicherung machen die Portale den klassischen Versicherungsvermittlern zunehmend Konkurrenz.

dpa

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