Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
KfW: Mehr Qualität bei Existenzgründungen

Konjunktur KfW: Mehr Qualität bei Existenzgründungen

Die gute Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat den Drang zur Selbstständigkeit im vergangenen Jahr gebremst. Das ist eigentlich eine gute Nachricht, findet die Förderbank KfW.

Voriger Artikel
Luftfahrtmesse ILA in Berlin mit 1000 Ausstellern
Nächster Artikel
EZB-Aufseher: Nationale Unterschiede stören Bankenaufsicht

Zentrale der KfW in Frankafurt am Main: Nach Zahlen der Förderbank ist die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland auf den niedrigstem Stand seit 2002 gesunken.

Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv

Frankfurt/Main. In Deutschland haben im vergangenen Jahr so wenige Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt wie seit 2002 nicht.

Die Zahl der Existenzgründer sank im Vergleich zum Vorjahr um 152 000 oder 17 Prozent auf 763 000, wie die KfW Bankengruppe in ihrer jährlichen Erhebung feststellt. "Die sehr gute Situation am Arbeitsmarkt hemmt die Gründungstätigkeit", erklärte der Chefvolkswirt des Förderinstituts, Jörg Zeuner, am Mittwoch in Frankfurt.

Zeuner kann den jüngsten Ergebnissen der repräsentativen Befragung mit 50 000 Teilnehmern durchaus Positives abgewinnen: Noch nie suchten so wenige Menschen mangels Erwerbsalternative ihr Heil in einem eigenen Unternehmen. Der Anteil sogenannter Notgründer erreichte mit 27 Prozent oder 207 000 Fällen ein historisches Tief. Nur zehn Prozent der Gründer waren vor dem Schritt in die Selbstständigkeit arbeitslos - so wenige wie nie.

Dominierend waren 2015 Existenzgründungen, die mit neuen Produkten und mehr Mitarbeitern erfahrungsgemäß bessere Überlebenschancen auf dem Markt haben. Fast jeden zweiten Gründer (377 000) zählt die KfW zu dieser Kategorie. "Das Gründungsgeschehen hat an Quantität verloren, aber strukturell an Qualität gewonnen", bilanzierte Zeuner.

Auffallend groß ist mit 160 000 (21 Prozent der Gründer) die Gruppe derer, die sich mit digitalen Angeboten ein Standbein schaffen wollen: App-Anbieter, Betreiber von Webportalen, Onlinehändler, Softwareentwickler oder Webdesigner.

Der Frauenanteil an allen Existenzgründungen liegt seit 2013 Jahr für Jahr bei 43 Prozent, häufig wagen sie den Schritt als Nebenerwerb.

Gründerhauptstadt in Deutschland ist im Vergleich der Bundesländer Berlin mit jährlich 26 Existenzgründungen je 1000 Erwerbsfähigen im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2015. Es folgen Hamburg (25 Gründer) und Hessen (23), das Bremen (18) auf den vierten Platz verdrängt. Auf den hinteren Plätzen der Rangliste finden sich die fünf ostdeutschen Länder sowie das Saarland, Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt (7).

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

LUFTHANSA 18,60 +1,04%
THYSSENKRUPP 25,29 +0,36%
DT. POST 32,45 +0,21%
RWE ST 19,08 -2,49%
E.ON 8,89 -1,29%
Henkel VZ 125,25 -1,15%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA World Funds Gl RF 165,60%
Structured Solutio AF 132,30%
Crocodile Capital MF 118,70%
Allianz Global Inv AF 107,06%
BlackRock Global F AF 100,20%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zus... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr