Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Kaufland bekommt keine Ware mehr von Iglo und Mars

Handel Kaufland bekommt keine Ware mehr von Iglo und Mars

Wenn's ums Geld geht, wird im Handel mit harten Bandagen gekämpft. Das bekommen jetzt die Kunden von Kaufland zu spüren. Sie müssen damit rechnen, Mars-Schokoriegel und Iglo-Fischstäbchen vergeblich zu suchen.

Voriger Artikel
Kreuzfahrtboom beschert Werften volle Auftragsbücher
Nächster Artikel
Hafen von Piräus geht an chinesischen Reederei-Konzern

Tiefkühlkosthersteller Iglo und Schokoriegelhersteller Mars haben die Belieferung von Kaufland eingestellt.

Quelle: Jens Wolf/Archiv

Neckarsulm. Kunden der Handelskette Kaufland müssen damit rechnen, nach einigen ihrer Lieblingsprodukte vom Schokoriegel bis zum Fischstäbchen vergeblich zu suchen. Denn der Tiefkühlkosthersteller Iglo und der Schokoriegelhersteller Mars haben die Belieferung eingestellt, so Kaufland.

Auch Mars und Iglo bestätigten den Lieferstopp. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

Betroffen vom Lieferstopp sind eine ganze Reihe von bekannten Produkten: Schokoriegel wie Mars, Bounty und Milky Way ebenso wie Iglo-Fischstäbchen und andere Tiefkühlprodukte bis hin zum Spinat.

Hintergrund sind offenbar Auseinandersetzungen über Lieferpreise, Produktplatzierung und die künftige Kooperation. "Iglo und Kaufland konnten sich bis jetzt nicht über die strategische Ausrichtung und Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit einigen", betonte ein Iglo-Sprecher. Ähnlich äußerte sich Mars.

Das bestimmte Marken zeitweise in einzelnen Handelsketten nicht zu finden sind, ist nicht ungewöhnlich. Denn wenn es ums Geld geht, wird im Handel öfter mit harten Bandagen gekämpft. Erst im vergangenen Sommer gab es große Lücken in den Regalen der Supermarktkette Real, weil ein ganze Reihe von Markenherstellern von Dr. Oetker über Iglo bis Haribo das Unternehmen zeitweise nicht belieferten.

Die Markenhersteller hatten das Gefühl, durch eine von Real einseitig vorgenommene Neuordnung der Lieferbeziehungen unangemessen zur Kasse gebeten zu werden und machten ihrem Unmut deutlich Luft. Umgekehrt hatte Lidl Coca-Cola 2014 für gut zwei Monate aus den Regalen geschmissen. Die Begründung damals klang schon ganz ähnlich wie im aktuellen Konflikt: Es gebe "Streit um ein Vermarktungskonzept".

Angefacht werden dürfte der aktuelle Konflikt nicht zuletzt durch die neue Strategie des Discount-Marktführers Aldi, der neben den klassischen Eigenmarken immer mehr Markenartikel wie Pampers, Nivea, Funny-Frisch-Chips oder Red Bull in sein Angebot aufnimmt - oft zu Niedrigpreisen. Dies zwingt die Wettbewerber nachzuziehen und sorgt für zusätzliches Konfliktpotenzial in den Verhandlungen zwischen Markenherstellern und Händlern, die durch die Strategie von Aldi ihre Gewinnmargen bedroht sehen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. POST 31,70 +1,60%
FRESENIUS... 74,45 +1,03%
RWE ST 14,91 +0,97%
INFINEON 19,00 -0,62%
BEIERSDORF 88,23 -0,40%
VOLKSWAGEN VZ 137,00 -0,19%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Crocodile Capital MF 140,69%
Structured Solutio AF 123,26%
Morgan Stanley Inv AF 106,76%
BlackRock Global F AF 104,62%
Fidelity Funds Glo AF 100,90%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr