Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Kartellamt warnt vor weiterer Konzentration bei Supermärkten

Wirtschaftspolitik Kartellamt warnt vor weiterer Konzentration bei Supermärkten

Wettbewerbshüter wollen die Pläne von Rewe zur Übernahme der Mehrheit an der Coop Kiel genau unter die Lupe nehmen. Schließlich beherrschen schon heute vier große Ketten 85 Prozent des Marktes.

Voriger Artikel
Firma aus Israel hat große Pläne für selbstfahrende Autos
Nächster Artikel
Bundesbank: Deutlich langsameres Wachstum im zweiten Quartal

«Der Markt ist hoch konzentriert», so der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt.

Quelle: Rolf Vennenbernd

Berlin. Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt hat angesichts der geplanten Übernahme der Supermarktkette Coop durch den Branchenzweiten Rewe vor einer weiteren Konzentration im Lebensmittelhandel gewarnt. "Der Markt ist hoch konzentriert", sagte Mundt dem "Tagesspiegel".

Die vier großen Ketten Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland teilten sich inzwischen mehr als 85 Prozent des Marktes.

Dadurch seien sie auch regional sehr stark. Nun habe man mit Rewe/Coop bereits den nächsten Fall auf dem Tisch.

Rewe und Coop hatten im Mai ihre Pläne für eine "dauerhafte strategische Partnerschaft" angekündigt - rund zwei Monate nachdem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) trotz eines Vetos des Bundeskartellamts grünes Licht für die Übernahme der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann durch Edeka gegeben hatte. Nach Angaben von Rewe sollen künftig die Belieferung und der Vertrieb des kompletten Lebensmittel-Einzelhandelsnetzes der Coop über ein Gemeinschaftsunternehmen von Rewe und Coop erfolgen. Allerdings muss das Bundeskartellamt den Plänen noch zustimmen.

"Wir werden uns wie bei Edeka/Kaiser's Tengelmann auch hier die betroffenen regionalen Märkte ansehen", kündigte Mundt an. Die Coop, Deutschlands größte Konsumgenossenschaft im Lebensmittel-Einzelhandel mit Sitz in Kiel, betreibt rund 200 Sky-Märkte sowie elf Bau- und Gartencenter in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Teilen Niedersachsens und Brandenburgs.

Im Fall Edeka/Tengelmann hatte das Bundeskartellamt den Zusammenschluss untersagt, weil die Behörde eine erhebliche Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen im Lebensmittelhandel vor allem im Großraum Berlin, in München und Oberbayern sowie in Nordrhein-Westfalen befürchtete. Durch einen Zusammenschluss würden den Handelsketten neue Spielräume für Preiserhöhungen eröffnet, warnte Mundt damals. Außerdem würden die Auswahlmöglichkeiten der Verbraucher vor Ort stark eingeschränkt. Doch hatte Gabriel bei seiner Entscheidung für eine Ministererlaubnis dem Erhalt der 16 000 Arbeitsplätze bei Kaiser's Tengelmann Vorrang vor den Bedenken des Kartellamtes eingeräumt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 17,92 +3,36%
BAYER 93,11 +3,00%
THYSSENKRUPP 24,06 +2,10%
RWE ST 11,19 -4,52%
E.ON 6,35 -2,02%
MÜNCH. RÜCK 175,61 -1,04%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 165,03%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,00%
Polar Capital Fund AF 103,34%
Fidelity Funds Glo AF 92,98%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr