Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
K+S soll wegen Verunreinigung 325 Millionen Euro zahlen

Umwelt K+S soll wegen Verunreinigung 325 Millionen Euro zahlen

Wegen Gewässerverunreinigung soll der Kali-Produzent K+S einem Bericht zufolge 325 Millionen Euro zahlen. Diese Abschöpfung von Einnahmen fordert die Staatsanwaltschaft im thüringischen Meiningen in der Anklage gegen Manager des Dax-Konzerns, wie die "Wirtschaftswoche" vorab berichtet.

Voriger Artikel
Das Geschäft mit Neuwagen brummt
Nächster Artikel
Frauen verdienen deutlich schlechter als Männer

325 Millionen Euro will die Staatsanwaltschaft Meiningen vom Kali-Produzenten K+S. Dieser soll Abwasser rechtswidrig in den Boden versenkt haben.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Kassel/Meiningen. t. Demnach soll K+S rund 9,5 Millionen Kubikmeter Salzabwasser rechtswidrig versenkt haben, um mehr Kalidünger produzieren zu können. Den dadurch entstandenen Wert beziffere die Staatsanwaltschaft auf 325 Millionen Euro. Der Aktienkurs von K+S brach zwischenzeitlich um bis zu 3,45 Prozent ein.

Die Staatsanwaltschaft Meiningen wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. Die Behörde hat K+S-Manager wegen unerlaubter Abfallbeseitigung angeklagt. Laut "Wirtschaftswoche" wird ihnen vorgeworfen, "auf Behördenvertreter eingewirkt zu haben, um eine Genehmigung zur Versenkung der Salzabfälle unter der thüringischen Gemeinde Gerstungen zu erlangen".

Es geht um Salzabwasser, welches das Unternehmen von 1999 bis 2007 in den Erdboden gepumpt haben soll. Die Genehmigung dafür erteilte das Landesbergamt, obwohl aus Sicht der Ermittler die wasserrechtlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren. Das Unternehmen hält die Vorwürfe für unbegründet und die erteilten Genehmigungen für rechtmäßig. Zu Details wollte sich der Konzern zunächst nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft will ihrerseits Näheres bekanntgeben, wenn die Anklage bei den Betroffenen eingegangen ist.

Das Landgericht Meiningen muss nun prüfen, ob es ein Hauptverfahren eröffnet. Über die Zulassung der Anklage will das Gericht nach "Wirtschaftswoche"-Informationen innerhalb der kommenden drei Monate entscheiden. Daneben ermittelt die Staatsanwaltschaft Meiningen auch gegen ein Dutzend weitere Mitarbeiter des Konzerns sowie drei Beamte des Thüringer Landesbergamtes. Im September 2015 hatten Ermittler wegen des Verdachts illegaler Abfallentsorgung Büro- und Geschäftsräume von K+S sowie zwei Privathäuser durchsucht.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr