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In der Verlustzone – Esprit kämpft mit strategischen Veränderungen gegen die Roten Zahlen

ANZEIGE In der Verlustzone – Esprit kämpft mit strategischen Veränderungen gegen die Roten Zahlen

Vor zwanzig Jahren ging der Modekonzern Esprit an die Börse und machte dort bis dato eine ganz passable, wenn nicht sogar gute Figur. Bis jetzt, denn die Unternehmensbilanz weist im aktuellen Geschäftsjahr das erste Mal rote Zahlen auf, wie Anfang September bekannt wurde.

Die Umsätze gingen im Geschäftsjahr 2012/13 deutlich zurück und auch die umfangreichen Sonderbelastungen sind Mitschuld an der derzeitigen Bilanz. Der Konzernumbau, der schon seit einer Weile läuft, zählt ebenfalls zu den Gründen für das Minus von 3,3 Prozent. So hat Esprit im vergangen Jahr sein Nordamerika-Geschäft geschlossen, sich von einer ganzen Reihe unrentabler Stores getrennt und an seinem angeschlagenen Image und Corporate Design gefeilt.

Trends erkennen und flexibel reagieren

Im Zuge seiner Imageänderung hat Esprit sich nicht nur Modisch sondern auch strategisch neu aufgestellt. Schon jetzt reagiert man flexibler auf modische Trends und setzt wieder verstärkt auf Qualität. Besonders letztere ging in den großen Erfolgsjahren zwischen 2000 und 2008 deutlich verloren. Außerdem rückt die Einrichtungssparte weiter in den Vordergrund, die Esprit Home Kollektion orientiert sich an aktuellen Designtrends, ohne dabei auswechselbar und schnell überholt zu sein. Die Home Kollektion setzt auf Textilien für Wohn- und Schlafzimmer, Küche und Bad. Klassische Produkte wie Bettwäsche und Handtücher zählen dazu, aber auch Küchenschürzen und Topflappen. Inspirieren ließen sich die Heimtextildesigner von Mailand, Amsterdam und San Francisco. Die italienisch geprägten Stücke sind geprägt von natürlichen Materialien wie Baumwolle und Cashmink®, die an San Francisco erinnernde Kollektion spielt mit Ethno-Mustern und satten Farben wie Türkis, und die Wohnaccessoires inspiriert von der Holländischen Metropole setzt auf lässige Kontraste mit maritimer Anlehnung, zum Beispiel Streifen und das Farbzusammenspiel von Weiß, Blau und Rot. Ein Kissenüberzug aus der Amsterdam-Reihe wurde sogar mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet.

Potential nutzen

Und genau das will Esprit künftig immer wieder wiederholen. Mit gutem, zeitgemäßem Design überzeugen, ohne dass das auf Kosten der Qualität geht. Auch wenn es die aktuelle Geschäftsbilanz auf den ersten Blick nicht vermuten lässt, die Rechnung von Konzernumbau und Imagewandel scheint langsam aufzugehen. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2012/13 scheint sich die Lage etwas entspannt zu haben. Esprits CEO José Manuel Martínez Gutiérrez ist sicher, dass er mit seinen strategischen Umbaumaßnahmen den richtigen Kurs fährt. „Vor uns liegen weitere Herausforderungen, derer wir uns bewusst sind – ebenso, wie wir wissen, welch immenses Potential in Esprit steckt.“ Bis sich die Veränderungen jedoch positiv auf das Geschäft auswirken, wird es wohl noch eine Weile dauern.

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