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Hitze sorgt für Einbußen: Bauern bangen um Mais auf den Feldern

Hitze sorgt für Einbußen: Bauern bangen um Mais auf den Feldern

Nach der extremen Trockenheit der vergangenen Wochen sorgen sich sächsische Landwirte um den Mais. Um das Schlimmste zu vermeiden, müsse nun die Ernte vorgezogen werden, sagte ein Sprecher des Sächsischen Landesbauernverbandes.

Deutsche Presse-Agentur dpa

"Wir müssen so zeitig wie möglich anfangen, um große Ertragseinbußen zu verhindern", sagte er. Die Ernte solle in der kommenden Woche erfolgen - drei Wochen früher als regulär.

Schätzungen, wie hoch der Verlust sein wird, wollte der sächsische Sprecher derzeit aber nicht abgeben. Ganz ähnlich äußerte sich auch eine Sprecherin des Landesbauernverbandes in Thüringen. Die extreme Trockenheit der vergangenen Wochen werde zu Ernteeinbußen bei Thüringens Maisbauern führen, sagte sie. Die Höhe der möglichen Einbußen wollte auch sie nicht beziffern. Wie hoch der Verlust am Ende ausfallen werde, wisse man aber erst nach der Ernte, sagte sie.

Konkreter wurde der Verband in Sachsen-Anhalt. "Im Vergleich zum Vorjahr könnte es zu Einbußen bis 50 Prozent kommen", sagte ein dortiger Sprecher. Anders als 2014 habe der Mais von Anfang an unter schlechten Bedingungen gelitten: Während der Aussaat im Frühjahr sei es zu kalt gewesen, nun zu trocken. Mais dient vor allem als Futtermittel, besonders Milchbauern sind deshalb auf eine stabile Versorgung zu guten Konditionen angewiesen. Fällt der Ertrag nun aber geringer aus, könnte der Maispreis deutlich steigen. "Für einzelne Milchviehbauern könnte das zum Problem werden", fürchtet der Bauernverband.

In Sachsen macht der Maisanbau etwa 17 Prozent aus. Da er im Gegensatz zum Getreide nicht in den feuchten Wintermonaten, sondern erst im Frühjahr gesät wird, ist er deutlich anfälliger für Trockenheit. Die Pflanze wird zur Energiegewinnung und als Futter für Tiere angebaut. Vor allem deshalb ist der Landesbauernverband nun in Sorge: "Sollte es Ernteeinbrüche geben, bekommen wir im Herbst möglicherweise ein Versorgungsproblem."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.08.2015

dpa

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