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GfK: 2016 wird ein "gutes Konsumjahr"

Konjunktur GfK: 2016 wird ein "gutes Konsumjahr"

Einige Monate lang zeigten sich die Verbraucher in Deutschland spürbar zurückhaltend - nun scheint es mit dem Konsumklima wieder aufwärtszugehen. Viele Bundesbürger setzen 2016 auf eine robuste Konjunktur und sichere Jobs.

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Passanten in einer Einkaufsstraße. Die GfK befragt monatlich 2000 repräsentativ ausgewählte Verbraucher.

Quelle: Daniel Bockwoldt/Illustration

Nürnberg. Gute Wirtschaftsaussichten und die Hoffnung auf weiter steigende Einkommen mildern bei den Bundesbürgern die Verunsicherung durch die Flüchtlingskrise und mögliche Terrorgefahr.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich zum Jahreswechsel wieder spürbar aufgehellt, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihrer Konsumklimastudie berichtet. Nachdem die Konsumlaune im Herbst verhalten war, blicken die Verbraucher zuversichtlich ins neue Jahr. Für Januar 2016 prognostiziert die GfK einen Gesamtindikator von 9,4 Punkten - nach 9,3 Zählern im Dezember 2015.

"Damit beendet das Konsumklima im neuen Jahr seinen seit vier Monaten andauernden Abwärtstrend", kommentierte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl die Zahlen. Er zeigte sich zuversichtlich, "dass auch 2016 ein gutes Konsumjahr werden kann". Die Binnennachfrage werde eine wichtige Stütze der Konjunktur in Deutschland bleiben.

Nach der GfK-Umfrage rechnen die Bundesbürger mit steigenden Einkommen, viele sehen die Konjunktur wieder in besserer Verfassung als in den Vormonaten. "Die Talfahrt der Konjunkturerwartung ist gestoppt", stellte die GfK fest. Mit 2,9 Punkten lag der entsprechende Indikator im Dezember wieder im positiven Bereich, nachdem er noch im November bei minus 5,3 Punkten gelegen hatte.

Inzwischen scheine weder die zuletzt gestiegene Terrorgefahr noch der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen die Verbraucher nennenswert zu beeindrucken, meinte Bürkl. Vielmehr rückten wieder die verbesserten Wirtschaftsaussichten in den Blickpunkt.

Hinzu komme die günstige Preisentwicklung. Insbesondere der niedrige Ölpreis drücke die Verbraucherpreise. Da Konjunkturforscher auch von einer weiter wachsenden Beschäftigung im Jahr 2016 ausgehen, dürfte die Sorge vor einem Jobverlust niedrig bleiben.

Die anhaltende Jobsicherheit sei auch ein wichtiger Grund für die seit Monaten hohe Bereitschaft der Verbraucher zu größeren Anschaffungen wie Autos, Möbel oder die Buchung teurer Urlaubsreisen. Die sogenannte Anschaffungsneigung verharrte laut GfK-Umfrage im Dezember weiter auf hohem Niveau. Der entsprechende Indikator legt zum Jahresschluss um 0,1 Punkte auf 49 Zähler zu. Gerade zu Weihnachten lassen sich die Bundesbürger ihre Konsumlaune nicht verderben.

Keinen Einfluss auf Konsumstimmung und Sparneigung erwartet Bürkl von der Entscheidung der US-Notenbankbank in der Vorwoche, sich von der Politik des billigen Geldes zu verabschieden. "Das wird das Konsumklima und Europa nicht beeinflussen", ist er überzeugt. "Dazu müssten erst weitere Zinsschritte folgen, die dann den Dollarkurs und damit auch den Ölpreis in die Höhe treiben."

Anders gelagert sei der Fall in Sachen Flüchtlingszustrom. Sollte er weiter anhalten und zu steigenden finanziellen Belastungen der Verbraucher führen, würde man das auch bei der Konsumstimmung merken, ist Bürkl überzeugt.

dpa

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