Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 13 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Geschäft mit Einbruchschutz wächst deutlich

Immobilien Geschäft mit Einbruchschutz wächst deutlich

Lange wurde in Deutschland nicht so oft eingebrochen wie zuletzt. Die Menschen geben immer mehr Geld aus, um sich zu schützen. Staatliche Förderung hilft - aus Sicht der Hersteller aber eher psychologisch.

Voriger Artikel
Erneut weniger Privatinsolvenzen
Nächster Artikel
Kreise: Krise bei Bremer Landesbank könnte Streit auslösen

Die Einbrecherbanden sind sehr mobil, die Täter agieren in wechselnden Teams.

Quelle: Bodo Marks/Archiv

Berlin/Eltville. Die steigenden Einbruchzahlen lassen das Geschäft mit Alarmanlagen, Sicherheitsschlössern und Kameras blühen. "Wir haben seit Jahren jährliche Umsatzzuwächse im Bereich von fünf Prozent", sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Sicherheitstechnik, Norbert Schaaf.

Im vergangenen Jahr habe das Plus sogar 6,9 Prozent erreicht; detaillierte Zahlen werden in Kürze veröffentlicht. "Die Facherrichter haben gar nicht mehr genug Leute, um die Anlagen einzubauen", sagte der Verbandschef. Dass der Staat Einbruchschutz seit einem halben Jahr bezuschusst, wirke sich finanziell jedoch noch nicht stark aus.

"Seit Jahren steigt die Zahlen der Einbrüche in Wohnungen. Das ist für die Betroffenen eine Katastrophe", sagte Schaaf, der auch Geschäftsführer des Alarmanlagenbauers Atral-Secal in Eltville ist. "Wir haben nur einige Kunden, die wegen der Förderung Sicherheitstechnik gekauft haben", sagte Schaaf. "Der psychologische Effekt ist wesentlich größer." Das Förderprogramm habe die Botschaft überbracht, sich über Einbruchschutz Gedanken machen zu müssen.

Vor allem organisierte Tätergruppen aus Osteuropa haben laut polizeilicher Kriminalitätsstatik die Zahl der Wohnungseinbrüche 2015 bundesweit auf den höchsten Stand seit der Jahrtausendwende getrieben. Es wurden 167 136 Fälle registriert - fast zehn Prozent mehr als im Jahr 2014. Nur etwa jeder siebte Fall wird aufgeklärt.

Wer den Einbruchschutz seines Hauses oder seiner Wohnung verstärken will, kann seit diesem Jahr Zuschüsse der staatlichen Förderbank KfW von 200 bis 1500 Euro beantragen. Die für dieses Jahr geplanten zehn Millionen Euro waren schon im April verbraucht, die Bundesregierung will die jährliche Summe deshalb auf 50 Millionen Euro aufstocken.

Aus Sicht der Anbieter sind weitere Änderungen nötig, etwa Mindestqualitätsstandards und die Erhöhung des Zuschusses von 10 Prozent der Investitionssumme auf 20 oder 30 Prozent. "Wenn man sich drei neue Türzylinder für 500 Euro zulegt, liegt die Förderung bei 50 Euro", rechnete Schaaf vor. "Da kauft man sich die Zylinder auch ohne die 50 Euro, bevor man Formulare ausfüllt und wochenlang auf die Zustimmung wartet."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Aktien Tops & Flops

FMC 83,37 +1,08%
Henkel VZ 124,48 +0,71%
FRESENIUS... 76,16 +0,63%
DT. BANK 16,50 -1,76%
BMW ST 83,94 -1,47%
E.ON 7,51 -1,43%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Alma Capital Inves AF 158.359,00%
Structured Solutio AF 142,29%
Crocodile Capital MF 122,56%
BlackRock Global F AF 108,22%
Fidelity Funds Glo AF 104,79%

mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zus... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr