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Freiwilligendienst soll neues Sabbatical - eine Auszeit aus dem Alltag - werden

Freiwilligendienst soll neues Sabbatical - eine Auszeit aus dem Alltag - werden

In Sachsen gibt es in vielen Einrichtungen noch zu wenige Bewerber für den Bundesfreiwilligendienst. Nach Ansicht einer Expertin muss er daher künftig eher als eine Art Sabbatjahr und nicht als Zivi-Ersatz gestaltet werden.

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Der Zivildienstleistende Stefan Polzer liefert Essen auf Rädern an einen Senioren in Leipzig, aufgenommen am 24.08.2010.

Quelle: dpa

„Es reift in der Jugend das Bewusstsein: Ich habe alle Möglichkeiten", sagte Katrin Ventzke vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen der Nachrichtenagentur dpa. „Ob sich da jemand entschließt, seine Erfahrungen im Altenheim um die Ecke zu sammeln, ist fraglich."

Nach Abschaffung der Wehrpflicht sollen Zivis zum 1. Juli durch Freiwillige ersetzt werden. Für 110 bis 150 vorgesehene Stellen habe der Verband derzeit aber erst 15 Interessenten. Die Einrichtungen wollen den Dienst daher künftig individueller gestalten und Bewerbern Freiraum für eigene Projekte bieten. Der freiwillige Dienst soll damit einem Sabbatical, einer Auszeit aus dem Alltag, ähneln.

„Gute Gründe, einen Freiwilligendienst zu machen, sind, wenn man sich in seinem Leben neu orientieren möchte, ein bisschen entschleunigen und nachdenken", sagte Ventzke. Während es im Zivildienst nur junge Leute gegeben habe, meldeten sich freiwillig eher Interessenten mittleren Alters. „Deren Motivation ist häufig auch noch mal berufliche Umorientierung", sagte Ventzke.

Den Freiwilligendienst können Menschen jedes Alters leisten, vorgesehen ist etwa ein Jahr. Die Zeit könne auf Wunsch aber auch verkürzt oder etwa verlängert werden. „Diese Sabbatjahre werden immer mal wieder erwähnt", erklärte Ventzke. „Zu sagen: Ich möchte aus diesem Laufrad mal eine Zeit lang aussteigen, aber ich möchte nicht Urlaub machen, sondern will einfach mal etwas anderes sehen."

Ähnlich wie ein Sabbatical müsse man sich aber auch den Freiwilligendienst finanziell leisten können. „Der materielle Anreiz ist relativ gering", räumte die Expertin ein. Beim Verband ist sie als Bereichsleiterin für Freiwilligendienste zuständig. Locken will der Paritätische Wohlfahrtsverband daher mit der Aussicht auf Selbstverwirklichung. „Der Dienst wird deutlich individueller werden", kündigte Ventzke an. „Es ist eine selbstbestimmte Zeit, wo man sagt: Ich lege fest, was ich mir mitnehmen will und das sagt mir nicht immer der andere."

Antonia Lange/dpa

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