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Extra: Solarzellen, Chips Biogas – mal mit, mal ohne Rabatt

Extra: Solarzellen, Chips Biogas – mal mit, mal ohne Rabatt

Der Teufel steckt mal wieder im Detail. Die reformierte Einteilung der Brüsseler Bürokraten für die Befreiung von der EGG-Umlage produziert so manche Skurillität.

Ausschlaggebend für Frage, ob Rabatt oder nicht, ist eine vierstellige Schlüsselnummer, die es für jede noch so kleine Teilbranche gibt. Die Unterschiede sind oft kaum erkennbar. Ergebnis: Gießereien bleiben eigentlich begünstigt – aber nur wenn sie Eisen (Branche Nummer 2451), Stahl (2452), Aluminium (2453) oder Buntmetall (2454) gießen. Bleiben bundesweit drei Betriebe übri, die nur als Gießerei (Nummer 2450) laufen – ohne einen der vier Zusätze. Diese drei sollen nicht länger befreit werden.Eine davon steht in Sachsen: Die Esterer Gießerei Werk Wurzen.

Auch die Halbleiterindustrie wird an sich geschont. Doch auch hier bleiben bundesweit drei Betriebe außen vor.

Zwei davon in Sachsen. Kuriose Folge: Während Infineon in Dresden auch künftig mit billigem Strom produzieren darf, muss X-Fab auf den Rabatt verzichten. Zwar produzieren beide Siliziumwafer – doch bei Infineon gilt das als „Herstellung von elektronischen Bauelementen“, bei X-Fab als „Herstellung von elektronischen Bauelementen und Leiterplatten“. Und Leiterplatten bekommen leider keinen Rabatt mehr.

Ähnliches bietet die Solarindustrie: Solarworld in Freiberg fällt aus der Vergünstigung raus, Hanwha Q-Cells in Bitterfeld bleibt drin. In Bitterfeld werden laut Liste keine Solarzellen hergestellt, sondern elektronische Bauelemente – und zwar, das ist hier wichtig, ohne den Zusatz Leiterplatten, der X-Fab das Genick bricht. In Freiberg dagegen sind die Solarmodule „sonstige chemische Erzeugnisse“ – und damit nicht mehr befreit.

Beim Biogas hat Verbio aus Leipzig Pech, Konkurrent Crop Energies aus Zeitz dagegen Glück. Denn das Gas aus Zeitz zählt als Industriegas und gehört damit zur befreiten chemischen Grundstoffindustrie. Die Bioethanolanlage von Verbio in Zörbig (Kreis Anhalt-Bitterfeld), wo als Nebenprodukt ebenfalls Biogas entsteht, läuft dagegen unter „sonstige Chemie“, die aus der Förderung fällt.

joh

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